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Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 19:26 Uhr

Wedel : JRG-Mensa: Eltern auf Barrikaden

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Küche des Johann-Rist-Gymnasiums wird erneut nicht zum angepeilten Termin fertig. Bürgermeister verspricht Aufklärung.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | René Penz ist auf Zinne. „Das ist eine Bankrotterklärung“, sagt der Vorsitzende des Schulelternbeirats des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG). Der Grund für seinen Ärger: In einem Brief an die Eltern hat Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) eingeräumt, dass sich die Fertigstellung der Mensaküche im JRG verschiebt. Auf unbestimmte Zeit, sagt der Verwaltungschef auf Nachfrage dieser Zeitung. Auch zu den Gründen möchte er sich vorerst noch nicht äußern.

Ursprünglich sollte bereits ab Januar warmes Essen für die Schüler in der neuen Küche zubereitet werden. Die Eröffnung verschob sich auf Sommer 2014. Dann auf die Zeit nach den Herbstferien. „Zuletzt hieß es: Noch drei Wochen“, so Penz. Nach der neuerlichen Hiobsbotschaft glaubt er nun nicht mehr, dass noch im Jahr 2014 gekocht werden kann.

Der Elternbeirat möchte nun Druck machen. Penz: „Wir fordern eine Offenlegung der Versäumnisse.“ In seinem Brief spricht Bürgermeister Schmidt bedauernd von „Murphy’s Gesetz“ nachdem alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Der Rathauschef verspricht, der Sache nachzugehen „Ich habe meinen zuständigen Fachdienst aufgefordert, eine Chronologie zu erstellen – wir werden das aufklären“, so der Rathauschef. Er wolle herausfinden, wo die Verantwortung für die Verzögerung liegt und Konsequenzen ziehen. Den Groll der Eltern könne er verstehen. Elternbeirat Penz sagt: „Da hat jemand in der Verwaltung gepennt,“ Weitere Schritte müssten verlässlich kommuniziert werden. Am Montag, 17. November, stehen Vertreter der Stadt von 11 bis 13 Uhr in der Schule allen Eltern Rede und Antwort.

An zwei Tagen in der Woche bieten die „Elbmenschen“, der zukünftige Betreiber, ein provisorisches Mittagessen in der Schule an.Ansonsten müssen die Eltern weiterhin improvisieren. Antje Nolden ist Mutter eines Fünftklässlers am JRG. „Mein Mann und ich sind berufstätig. Trotzdem soll unser Sohn mittags eine warme Mahlzeit bekommen – das hat in der Kita auch geklappt.“ So muss ihr Kind mittags derzeit von der Großmutter bekocht werden. Nolden beton: −„Das geht aber auch nicht jeden Tag.“

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