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Barlach-Museum Wedel : John Lennon: Der Mythos lebt weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Barlach-Museum iin Wedel würdigt den Musiker und Aktivisten mit einer Ausstellung.

Wedel | Zu den Klängen von John Lennons Hymne „Imagine“ wurde eine enorm vielschichtige Ausstellung über das Leben des legendären Beatles in Wedel eröffnet. Die Dokumentation seines Schaffens reicht von den ersten Auftritten der Band bis zu Lennons gewaltsamen Tod vor 35 Jahren in New York am 9. November 1980 und gibt einen ausgezeichneten Überblick und Einblicke in die facettenreiche Persönlichkeit des Ausnahmekünstlers.

Im dichten Gedränge in den Räumen des Ernst-Barlach-Museums anlässlich der Vernissage befanden sich auch Wegbegleiter des berühmten Beatles. Dazu gehörten der sozial und politisch engagierte „Kiez-Fotograf“ Günter Zint, von dem die Aufnahmen der Beatles im Hamburger Star-Club aus dem Jahr 1962 stammen, und die langjährige Sekretärin der „Pilzköpfe“, Freda Kelly. „John hatte eine starke Persönlichkeit. Er folgte nur sich selbst, war unabhängig und absolut kein Herdentier“, erinnert sie sich.

Das Ernst-Barlach-Museum zeigt eine Vielfalt an Fotos, Objekten, Filmen sowie Zeichnungen und Lithografien von John Lennon. Dafür hat der Sammler und Ausstellungskonzeptionist Michael-Andreas Wahle tief in seinen Fundus gegriffen und dem Museum wahre Schätze zur Verfügung gestellt.

Wahle hat mit Zeitzeugen gesprochen, die Lennon persönlich kannten, um dessen schillernde Persönlichkeit zu begreifen. Mit dessen Witwe Yoko Ono telefoniert er regelmäßig. Dabei erfuhr er, dass der Künstler bereits als Kind gern gezeichnet hat und sicher war, einmal berühmt zu werden.

Doppelstein: „Lennon ist immer noch präsent“

Jürgen Doppelstein, Vorsitzender der Ernst-Barlach-Gesellschaft würdigte Lennon und die „beste Band der Welt“. Lennon sei eine Ikone seiner Epoche gewesen, die Quintessenz der Beatles, die Avantgarde des Zeitgeistes. Und obwohl der Tod des Künstlers bereits 35 Jahre zurückliege, sei er immer noch präsent. Doppelstein bezeichnete den gebürtigen Liverpooler als Nonkonformisten, Visionär, Künstler, Politaktivisten, der mit seiner Musik, Kunst und Politik ein Gesamtkunstwerk geschaffen habe. Lennon habe jede Form der Unterdrückung angeprangert, habe Liebe und Frieden gefordert – „All you need is love“. Immer gemeinsam mit seiner großen Liebe Yoko Ono. Der Musiker habe die Massen begeistert, sei mit seinem politischen und pazifistischen Engagement eine politische Instanz gewesen. Dabei kein einfacher Mensch, egozentrisch, manchmal aggressiv. „Er war ein verträumter Liebesapostel, zorniger Radikaler, verzweifelter Trunkenbold, Feminist und Freidenker. Uneingeschränkte geistige Offenheit und Beweglichkeit zeichneten ihn aus“, so Doppelstein. Immer habe Lennon danach gestrebt, über sich hinauszuwachsen, seinem Ideal des Menschen gerecht zu werden. Seine Devise: Wir können die Welt verändern, wenn wir es nur wollen.

Bürgermeister Niels Schmidt wies angesichts der bei uns Schutz suchenden Flüchtlinge auf die Aktualität der Texte von John Lennon hin. Diese Menschen bräuchten jetzt unsere Hilfe und Nächstenliebe, so Schmidt.
 

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