Hafenrand in Wedel : Jetzt sind neue Visionen gefragt

Die Ostpromenade wird zunächst nur im unmittelbaren Hafenrandbereich fertig gebaut. Wie die Freifläche dahinter aussehen wird, ist noch offen.
Die Ostpromenade wird zunächst nur im unmittelbaren Hafenrandbereich fertig gebaut. Wie die Freifläche dahinter aussehen wird, ist noch offen.

Kostenbremse: Wedel muss Rahmenplan ändern. Freianlagen statt Kasematten. Bürgerinfo-Veranstaltung geplant.

shz.de von
20. Januar 2015, 12:00 Uhr

Wedel | Auf Wedels Mega-Baustelle am Schulauer Hafen steht der nächste große Brocken an: die Gestaltung der Ostpromenade. Ursprünglich sahen die Planungen für jenen Bereich zwischen der Neubauten-Insel direkt am Eingang des Strandbaddamms und dem alten Hafenmeisterhäuschen Kasematten und einen sanften Übergang zwischen Stadt und Hafen durch Verlegung der Flutschutzmauer vor. Das ist mittlerweile Makulatur. Um den Kostenrahmen von 32 Millionen Euro halten zu können, hat Wedel kräftig abgespeckt: Kasematten weg, Flutschutzmauer bleibt und wird lediglich durchbrochen, um bessere Sicht auf Wedels Schokoladenseite zu gewähren. Damit die nächsten Fördergelder fließen können, muss allerdings der Rahmenplan entsprechend geändert werden. Darüber will die Stadt am Dienstag, 27. Januar, die Bürger informieren.

Ziel seien eine hochwertige Freianlage mit Integration der bestehenden Flutschutzwand, so Elisabeth Hoppe, bei Bauamt zuständig für die Projektplanung Hafenumbau. Dazu könnten etwa Treppen oder Podeste und Plätze dienen, die mobilen Anlagen Raum bieten. Das Hafenmeisterhäuschen soll erhalten bleiben, gegebenenfalls auch in Teilen – sofern die Substanz es denn hergibt.

Laut Hoppe stehen entsprechend verwertbare Untersuchungen des Gebäudes noch aus. Ziel sei außerdem, Isi’s Kult-Fischimbiss wieder zu integrieren. Wie, wo genau und in welcher Form wird ebenfalls von den Architekten aufzuzeigen sein.

Die sollen aktiv werden, sobald die Politik die Rahmenplanänderung abgesegnet hat und aus Kiel der neue Förderbescheid vorliegt. Der Zeitplan sehe einen Baubeginn im Sommer 2016 vor. „So schnell wie möglich nach Abschluss der jetzigen Umbau-Arbeiten. Wir wollen kein langes Provisorium an der Stelle“, sagt Hoppe. Nach aktuellen Prognosen ist der Hafenbeckenumbau im Herbst 2015 abgeschlossen. Dann soll der Hafenrand auf sechs bis acht Meter Breite bereits komplett fertig sein – im Westen mit Anschluss an das Strandbad, im Norden mit Brachfläche dahinter für den Bau des Hafenkopfgebäudes und im Osten mit besagter Promenaden-Baustelle.

Sechs Millionen Euro kalkuliert die Stadt für die Promenaden-Neugestaltung. Eine halbe Million Euro ist zudem noch für den Posten Hafenmeisterhäuschen veranschlagt. Insgesamt liegen die Ausgaben für das Projekt Hafenumbau inklusive Ponton bei 30,6 Millionen Euro, Stand Ende 2014. 18 Millionen Euro kommen aus Fördertöpfen, der Stadtanteil liegt bei elf Millionen.

Die Bürger-Informationsveranstaltung zum Rahmenplan „Stadthafen Wedel“ beginnt am Dienstag, 27. Januar, um 19 Uhr im Ratssaal.
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen