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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 17:09 Uhr

Badebucht-Hotel : Jetzt kommt's auf die WSI an

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

CDU und FDP dafür, SPD, Grüne und Linke skeptisch: Jetzt kommt es auf die WSI an, wie sich die Stadt in Sachen Kongresshotelbau an der Badebucht positioniert. Deren Entscheidung steht jedoch noch aus...

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Wedel | Das Hotel-Gutachten ist geschrieben, nun liegt der Ball bei der Politik. Sie muss entscheiden, wie es weitergehen soll mit dem bislang einzigen konkreten Projekt, das die Gutachter als zweitbeste Option sehen – dem Kongresshotel-Bau neben der Badebucht. Bisher stand die Mehrheit der Fraktionen dem Vorhaben skeptisch bis ablehnend gegenüber. Mit den neuen Mehrheitsverhältnissen könnte sich das ändern. Entscheidend dabei: die Position der WSI. Und just die ist noch unentschieden.

„Die WSI war dem Hotelbau an der Badebucht gegenüber immer aufgeschlossen“, sagte Renate Palm, die für die Fraktion im Planungsausschuss sitzt, auf Anfrage dieser Zeitung. „Allerdings wird im Hotelgutachten ja klar der Standort Hafen favorisiert.“ Eine aktuelle Meinungsfindung stehe vor diesem Hintergrund für die WSI noch aus, so Palm.

Andere Fraktionen sind da schon weiter. Etwa die SPD. Bereits vor zwei Jahren habe sie gegen den Hotelbau votiert, erinnert Manfred Eichhorn, planungspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten. Man habe kein Fass öffnen wollen, was eine Erweiterung der Siedlungsgrenze Richtung Marsch angeht. Und Fraktionssprecherin Sophia Jacobs-Emeis erklärt: An dieser Haltung habe sich auch nichts geändert.

Ähnlich die Grünen. „Wir haben geeignetere Standorte für solche Vorhaben, die wir für weniger sensibel halten als das Badebucht-Grundstück am Marschrand“, so Grünen-Ratsherr Olaf Wuttke. Und Johannes Schneider (Linke) sagt: „So, wie es geplant ist, passt das nicht in die Landschaft.“

Klares Ja von CDU und FDP

Die CDU dagegen steht „ausdrücklich hinter dem Projekt Hotelbau an der Badebucht“, so Planungsausschusschef Michael Schernikau. Der Hafen sei zwar ein attraktiver Standort für ein Hotel und laut Gutachten auch erste Wahl. Dort sehe die CDU die Wirtschaftlichkeit jedoch nicht gegeben. Schließlich die FDP. Ihre Partei sehe die Kongresshotel-Pläne sehr positiv, weil Synergien mit der Badebucht über eine Nutzung für Hotelgäste den städtischen Zuschuss von 2,1 Millionen Euro jährlich für den Badbetrieb mindern können. CDU du FDP als Befürworter bringen es allerdings nur auf 13 Stimmen im Rat. 16 braucht es zur Mehrheit.

Wie berichtet plant ein Investor neben der Badebucht ein für Tagungsgäste optimiertes Hotel mit zwei Geschossen plus Staffel, Restaurant, 126 Zimmern und rund 250 Betten. Als Betreiber wird das Park-Hotel Ahrensburg gehandelt.

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