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Wedel-Schulauer Tageblatt

13. Dezember 2017 | 08:31 Uhr

Nordumfahrung : Jetzt ist Tempo Trumpf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

CDU, FDP und Linke wollen zügig Teilmaßnahmen realisieren und nicht erst auf Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan warten.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | Wedel hat Fahrt aufgenommen, was die Realisierung der Nordumfahrung angeht. Jetzt ist die Frage: Geht es den langen Weg oder gibt es Abkürzungen? Die gibt es, wie aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung hervorgeht. Nämlich nicht erst zu warten, ob oder eben bis das Millionen-Vorhaben in die Projektliste des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird, um dann im Jahr 2016 in die weitere Planung einzusteigen. Sondern sich unabhängig von diesem Prozedere bereits vorher an Einzelmaßnahmen zu machen – auch wenn diese nicht finanziell durch Bundesmittel gefördert werden sollten.

Genau dies wollen CDU, FDP und Linke im Planungsausschuss. Mit Blick auf die Tangente auf Höhe Voßhörntwiete im Altstadtnorden etwa sagte Ausschusschef Michael Schernikau (CDU): Nur so lasse sich sicherstellen, dass andere städtebauliche Entwicklungen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Gemeint ist die geplant Wohnbebauung zwischen Steinberg und Holmer Straße , die Notwendigkeiten verkehrlicher Erschließung und Entlastung mit sich bringen.

Ganz ähnlich sah es Martin Schumacher (FDP): „Die Nordumfahrung ist überfällig. Wir werden allem zustimmen, was eine möglichst schnelle Realisierung bedeutet.“ Auch Stephan Krüger (Linke) schloss sich an.

Anders Olaf Wuttke (Grüne). Seine Fraktion sei „nicht wirklich zufrieden mit der Trasse“ und dem Umstand, dass das Belastungs-Problem von einer Bürgergruppe auf eine andere verlagert werde. Warum nicht in weiträumigen Lösungen mit einer Lenkung der Hamburg-Verkehrs über die LSE denken, überlegte Wuttke laut. Der schnelle Weg mit vorgezogenen Teilmaßnahmen jedenfalls sei eine zu teure Variante, befand der Grünen-Fraktions-Vize. Er plädierte in Anbetracht der beiden Alternativen auf Warten auf den Bundesverkehrswegeplan mit gesicherter Bundesfinanzierung. Dem stimmte Renate Palm für die WSI zu.

Die SPD sei noch in der Findungsphase, erklärte Manfred Eichhorn. Zwar habe man immer für einen neuen Wedeler Verkehrswegeplan gekämpft. Angesichts der anstehenden Erschließung neuer Wohngebiete im Altstadtnorden sehe seine Partei aber auch die Notwendigkeit einer Nordumfahrung. Allerdings sollte man über Trassenvarianten nachdenken, die die Pinneberger Straße ausklammern, so Eichhorn.

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