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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 14:31 Uhr

„Marschtreff“ : Jetzt geht es los

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

200 Besucher waren bei der Eröffnungsfeier des Dorfladens in Hetlingen. Das Sortiment und die Öffnungszeiten sollen den Bedürfnissen angepasst werden.

Hetlingen | Plötzlich hockte Rusta Mizani auf dem Dach und lauschte von dort der Ansprache der Initiatoren. Das ovale Schild zu enthüllen, das den neuen Dorfladen samt Café kennzeichnet, ließ sich der Retter der Initiativbemühungen nicht nehmen. Jahrelang gab es Bestrebungen. Erst Mizanis Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten in der Hauptstraße 37 hatten den Durchbruch gebracht. Bei der Eröffnungsfeier schauten sich am Sonnabendnachmittag etwa 200 Besucher Hetlingens neuen „Marschtreff“ an.

60 Quadratmeter sind die Räumlichkeiten groß. Der schlauchförmige Caféraum ist in weiß gehalten und mit hellem Olivgrün verziert. Vier Tische und neun Sitzplätze stehen für Gäste zur Verfügung. Hinten links befindet sich der kleine Ladenraum. In den Regalen finden sich etwa 120 Produkte im Sortiment. „Es gibt eine Mischung aus Notfallkäufen wie Grillkohle oder Zucker, die man vielleicht vergessen hat, und Artikeln, die Touristen und Radfahrer brauchen“, sagte Robert Wieber, der mit Jan Prange geschäftsführender Vorstand ist.

Im Café werden Kuchen, Filterkaffee und Latte macchiato angeboten. „Unter der Woche gibt es hier vor der Arbeit belegte Brötchen. Ich kann mir vorstellen, dass das boomt“, sagte Prange.

Renoviert wurde der „Marschtreff“ in den vergangenen drei Wochen mit den Einlagen der knapp 40 Genossenschaftler. Bis zu 5000 Euro sind dafür aufgewendet worden, die unentgeltliche Arbeitszeit exklusive. Auch der Verkauf wird vorerst von zwölf Aktiven ehrenamtlich betrieben werden. „Das geht nur so. Das ist das Soziale. Deshalb bin ich Gründungsmitglied geworden“, sagte Komponist Rolf Zuckowski, der mit dem Elbkinderchor zur Eröffnung auftrat.

Sortiment und Öffnungszeiten – alles soll in Zukunft den Bedürfnissen angepasst werden, sagte Wieber. Prange hofft auch auf eine Erweiterung des Außenbereichs: eine Terrasse mit Blumenkübeln. Die Räumlichkeiten sollen auch Näh- oder Computerkursen eine Heimstatt sein. Alle drei Monate soll die Bilder-Ausstellung wechseln. Aktuell hängen Werke der Hetlinger Künstlerin Ute Farr. In Kooperation mit den Stadtwerken Wedel können zwei „Wedelec“-E-Bikes ausgeliehen werden.

Einen Ball im Walmaul versenken, Dosenwerfen, einen eigenen Button pressen, E-Bike-Probefahren oder Ponyreiten – neben kostenlosem Kaffee und Kuchen gab es bei der Eröffnungsfeier nicht nur für Kinder Unterhaltung. Karin Hundsdorff gewann am Glücksrad einen Hauptpreis und konnte zwischen einem Gutschein für die „Badebucht“ sowie einem für Kaffee und Kuchen im Marschtreff wählen. Sie nahm das Hetlinger Angebot. Gern fährt die Wedelerin mit dem Fahrrad durch die Marsch. „Der Treff ist auf jeden Fall ein guter Ausflugspunkt, um Pause zu machen“, sagte Hundsdorff. Was die Wedelerin besonders gut am Projekt findet: dass viele Zugezogene beteiligt sind.

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erstellt am 05.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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