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Kein Wechsel nach Wedel : Jenoptik bleibt doch in Essen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Produktion und Entwicklung der Energiesysteme wechselt nicht aus Nordrhein-Westfalen ins Wedeler Hauptwerk.

Aufatmen in Essen: Der von Schließung bedrohte Standort des Jenoptik-Konzerns in Nordrhein-Westfalen soll erhalten bleiben. Das sehe ein bis Ende 2019 laufender Tarifvertrag vor, teilte das Unternehmen nun mit.

Wie berichtet, hatte Jenoptik im Dezember vorigen Jahres angekündigt, die Produktion und Entwicklung der Energiesysteme von Essen ins Wedeler Hauptwerk der Jenoptik-Gesellschaft ESW zu verlegen. Den aktuell 69 Mitarbeitern in Essen sollten vergleichbare Arbeitsplätze an der Elbe angeboten werden. Damals hieß es noch: „Vorbehaltlich der Beratung mit dem Betriebsrat.

„Das ist eine Lösung, die für alle Parteien vorteilhafter ist“, sagte gestern Konzernsprecherin Britta Maria Schell. Im Gegenzug zur Standortsicherung haben die Beschäftigten mit dem abgeschlossenen Tarifvertrag Zugeständnisse bei Arbeitszeiten und Entgeltanpassungen gemacht, teilte der Vorstand der Jenoptik AG in Jena mit. Die Einigung mit der IG Metall und dem Betriebsrat verhelfe der Sparte Verteidigung und zivile Systeme mit Sitz in der Rolandstadt und Essen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit.

Der Arbeitgeber verzichtet für die Laufzeit des Tarifvertrages auf betriebsbedingte Kündigungen, sofern keine „betriebsändernde Maßnahme“ vorliege, heißt es aus dem Vorstand. Für die Arbeitnehmer heißt es: kürzer treten. Die Lohnerhöhung aus der Tarifrunde 2013 werde ausgesetzt. Die wöchentliche Arbeitszeit wird ohne Lohnausgleich erhöht – um eine Stunde auf 36 Wochenstunden. Der neue Tarifvertrag ist vom 1. Juli 2013 bis 31. Dezember 2019 für die Spartenstandorte Essen und Wedel gültig.

„Mit dem Verhandlungsergebnis haben wir eine wirtschaftlich nachhaltige und zugleich sozial verträgliche Lösung erzielt, die unseren Mitarbeitern in Essen und Wedel für die nächsten sechseinhalb Jahre eine gute Perspektive im Unternehmen bietet“, so Jenoptik-Chef Michael Mertin. „Durch weitere konsequente Verbesserungen unserer Prozesse und Kostenstrukturen werden wir unsere Leistungsfähigkeit nachhaltig steigern, damit die Jenoptik-Sparte auch in Zukunft mit ihren Produkten international wettbewerbsfähig bleibt.“ In Wedel sind derzeit 498 Mitarbeiter beschäftigt, in der gesamten Sparte sind es 903.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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