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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:32 Uhr

Moorrege : „Ja“ zum Glasfasernetz

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig über Parteigrenzen hinweg den Beitritt zum Zweckverband Breitband Südholstein.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2015 | 15:45 Uhr

Moorrege | Die Moorreger Gemeindevertreter haben in einer Sondersitzung einstimmig grünes Licht zum Beitritt in den Zweckverband Breitband Südholstein gegeben. Dem Votum war eine Befragung der Hausbesitzer und Gewerbebetriebe vorausgegangen. Zwar waren grundsätzlich alle drei Fraktionen für diese Erhebung gewesen, über die Durchführung hatte es bereits während der Septembersitzung Unmut gegeben. Dieser flackerte erneut auf.

Auf Geheiß von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) hatte die Verwaltung des Amts Moorrege einen Fragenkatalog erarbeitet. „Wir haben die Eigentümer angeschrieben und nicht die Mieter“, sagte Frank Wulff vom Fachteam Kommunikations- und Strukturmanagement. Dabei seien die Vorgaben von Land und Bund berücksichtigt worden. SPD-Fraktionschef Dirk Behnisch machte seinem Unmut über das Verfahren Luft: „Es wäre schön gewesen, wenn wir den Fragenkatalog gemeinsam erarbeitet hätten.“ Weiter Kritikpunkt: Die Befragten hatten nur 14 Tage Zeit. Behnisch: „Das war ein Schnellschuss.“ So habe man nicht die Mieter gesondert informieren können, damit diese auf den Eigentümer Druck ausübten.

In dieses Horn stieß auch Grünen-Fraktionchef Helmuth Kruse: „Es haben zwar nicht alle einen Fragebogen erhalten, aber das Ergebnis ist eindeutig.“ Und er stichelte: Die CDU habe wohl nicht geglaubt, dass die Einwohner anders ticken, als es die Christdemokraten wahrhaben wollten. Trotzdem lobte er die Mehrheitsfraktion: „Meine Hochachtung für den positiven Sinneswandel.“

Das ließ Jan Schmidt ( CDU) nicht auf sich sitzen. „Die CDU war immer für die Breitbandversorgung, das haben wir schon in unserem Kommunalwahlprogramm 2013 gefordert“, sagte der CDU-Vorsitzende. Nur der Weg dahin sei umstritten. Der neue Zweckverband sei rechtlich immer noch vage. Wann Moorrege mit Glasfaser ausgerüstet werden kann, steht noch in den Sternen. „Unser Beschluss heißt nicht, dass wir morgen versorgt sind“, betonte Bürgermeister Weinberg. Dies könne sogar noch zwei bis drei Jahre dauern, mutmaßte der Christdemokrat.

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