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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 20:32 Uhr

Ja zum B-Plan für den BusinessPark

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

CDU, WSI und FPD stimmen für Entwurfsbeschluss / Grüne kritisieren Bauhöhen / SPD vermisst Masterplan-Idee: „Die Seele ist weg“

Von der schicken Vision zum schlichten und deutlich abgespeckten B-Plan Nummer 88 „BusinessPark Elbufer Wedel“: Mit dem Entwurfsbeschluss hat der Planungsausschuss ein weiteres Stück des Wegs Richtung Vermarktung der 18 Hektar Gewerbeflächen auf dem ehemaligen Raffineriegelände geebnet – gegen den Widerstand von Grünen, SPD und Linken.

Während Linke-Vertreter Stephan Krüger eine „erhebliche Mehrbelastung durch Lärm“ und eine „vorhersehbare verkehrspolitische Katastrophe“ ausmachte, holten die Grünen erneut ihren Änderungsantrag aus dem Dezember hervor. Allerdings hielt Olaf Wuttke, planungspolitischer Grünen-Sprecher, lediglich vier von 14 Punkten daraus aufrecht. Punkt eins: die Hochhäuser im Süden. Bis zu 45 Meter Höhe stehen im Plan – maximal 20 wollten die Grünen, ebenso SPD und Linke: abgelehnt.

Auch das Abrücken der östlichen Gebäude vom Grenzweg inklusive Abstocken auf höchstens neun Meter (statt wie geplant zwölf) und größeren Abständen zwischen den Gebäuden fand nur die Unterstützung der Linken.

Was den Abschied vom ursprünglich offenen grünen Campus im Zentrum des Geländes angeht: Den hatte auch die SPD heftig kritisiert. Eichhorn begründete auch jetzt das Nein seiner Partei zu dem B-Plan vor allem damit: „Das Wesentlich, die Seele ist weg.“



Campus-Idee begraben




Es schloss sich jedoch wiederum nur SPD und die Linke der Grünen-Förderung an, die fußläufige Durchlässigkeit und die Nord-Süd-Sichtachsen im Zentrum zu erhalten. Auch hier hieß es abgelehnt. Ebenso wie bei der Maßgabe ökologischer Baustandards und der dezentralen Energieversorgung.

Im Gegensatz zum Campus weinte den Hafen-Wiederbelebungsplänen im Planungsausschuss niemand mehr nach. Von denen hatte Wedel zuletzt ebenfalls Abstand genommen hatte – aus Kostengründen. Generell aber habe man sich nicht vom Masterplan verabschiedet, betonte Ausschusschef Michael Schernikau (CDU). Gemeinsam mit Investoren wolle man da jeweils möglichst nah ran. Und im Einzelfall habe immer die Politik das letzte Wort.

Wenn aus dem B-Plan kein unbedingter Anspruch auf Umsetzung erfolge, könne auch die FDP zustimmen, so der Liberale Martin Schumacher. Mit dem Hinweis, dass tatsächlich entstehende Verkehrsprobleme – die Rede ist von einer Verdopplung auf 16 000 Fahrzeugbewegungen am Tinsdaler Weg – parallel gelöst werden müssten.

Gelöst werde auch das Problem Rest-Altlasten, sagte Jörg Amelung. Der BusinessPark-Projektbeauftragte der Stadt erklärte auf Nachfrage: Sowohl der zweite Grundwasserleiter als auch die verbliebenen Hotspots – intensiv belastete Flächen – im Hang würden noch saniert. Durch die „Xaver“-Sturmflut sei Öl aus einem der Hotspots in die Elbe gespült worden, bestätigte Amelung einen Hinweis von Krüger. „Aber das ist nichts Dramatisches“, so der Verwaltungs-Mann.

Wie berichtet sind im BusinessPark bereits drei konkrete Projekte in Planung. Darunter die Umsiedelung eines Wedeler Betriebs und ein 10 000-Quadratmeter-Gewerbepark.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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