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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 00:33 Uhr

Investoren interessiert an Creatrade

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schneider-Insolvenz Lösungspaket sieht Transfergesellschaft für Beschäftigte des angeschlagenen Wedeler Versandhandelsriesen vor

Im Zuge des vorläufigen Insolvenzverfahrens gegen das Wedeler Versandhandelsunternehmen Creatrade, ehemals Schneider, haben sich erste Investoren gemeldet. Nach Einleitung eines strukturierten Bieterverfahrens steht Insolvenzverwalter Oliver Dankert von der Sozietät Görg in Gesprächen mit mehreren ernsthaften Interessenten, erklärte gestern Görg-Sprecher Thomas Schulz auf Tageblatt-Anfrage. Demnach hätten alle Interessenten signalisiert, dass für sie die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, in die die betroffenen Beschäftigten wechseln, zum möglichen Lösungspaket gehören sollte.

Während einer Betriebsversammmlung wurde die Belegschaft vor wenigen Tagen über diese Schritte informiert. Laut Schulz wurde am gestrigen Freitag mit den ersten Profiling-Gesprächen begonnen mit dem Ziel, mögliche Investorenlösungen umzusetzen. Bei hunderten Beschäftigten bedürfe es eines Vorlaufs, so Schulz. Namen der Interessenten wollte er nicht nennen. Derzeit gehe man davon aus, dass das eigentliche Insolvenzverfahren zum 1. Juli beginnen werde.

Wie berichtet hatte das Amtsgericht Pinneberg am 13. April das vorläufige Insolvenzverfahren für das Wedeler Traditionsunternehmen Schneider und die Muttergesellschaft Creatrade mit ihren 640 Mitarbeitern eröffnet. Die Tochtergesellschaften der Creatrade-Gruppe mit den Lifestyle-Marken Conleys, Impressionen sowie Mia Villa sind von der Insolvenz nicht betroffen.

Geschäftsführer Marc Breitfeld gab eine überraschend geplatzte Refinanzierung als Grund für die Schräglage an. Mehrheitsanteilseigner Silverfleet Capital hatte auf Anfrage unserer Zeitung erklärt: „Wir haben mehrere Monate an verschiedenen Lösungen gearbeitet, unter anderem an der Bereitstellung von Wachstumskapital. Trotz intensiver Bemühungen haben wir uns mit den Banken leider auf keine Lösung einigen können, die auch der Verantwortung gegenüber den Investoren unserer Fonds entsprochen hätte.“ Creatrade zählt zu den größten Arbeitgebern Wedels.

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erstellt am 17.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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