Haselau : Investitionen in das Breitbandnetz

Die Gemeinde Haselau will in den Ausbau des Breitbandinternets investieren – 25  000 Euro sollen pro Verteiler fällig sein.
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Die Gemeinde Haselau will in den Ausbau des Breitbandinternets investieren – 25 000 Euro sollen pro Verteiler fällig sein.

Gemeinderat setzt auf Telekom-Lösung. Gesamtinvestition von 200.000 Euro erwartet. EU-weite Ausschreibung notwendig.

shz.de von
20. September 2014, 16:00 Uhr

Haselau | Haselau Die schlechte Nachricht hatte Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) auf der Gemeinderatssitzung geschickt verpackt: Die Niederlage beim Dorfabend im Spiel der Giganten. „Haselau wurde Zweiter und Haseldorf Vorletzter“, bilanzierte er. Doch das habe auch etwas Gutes, versicherte er im Hohenhorster Jägerkrug: „Somit müssen wir uns nicht mit der großen Glocke abquälen.“

Einläuten will man allerdings zukünftig das Thema schnelle Internetanbindung. „Wir sind seit Jahren hinter der Breitbandanbindung her und ich bin guter Hoffnung, dass wir das noch hinbekommen“, erklärte Herrmann. Die Deutsche Telekom sei auf die Gemeinde zugekommen und habe angeboten, das Glasfasernetz bis zu den Verteilerstellen auszubauen. „Die Gemeinde müsste für die Qualifizierung der Verteilerkästen und deren Anbindung aufkommen“, erklärte der Bürgermeister. Pro Verteiler seien dies 25.000 Euro – bei vier Verteilern in der Gemeinde seien es also 100.000 Euro. Die gleiche Summe käme für das Kabelnetz hinzu. Durch Landes-, Bundes- und EU-Gelder sollen 75 Prozent der Summe gedeckt werden, was eine EU-weite Ausschreibung notwendig mache.

20 000 Euro waren im Haushalt bereits für die azv Südholstein Breitband GmbH eingeplant. „Ich sehe keine Chance mehr, mit dem AZV oder einem Nachfolgeunternehmen eine Lösung zu finden“, erklärte Herrmann. Somit würde der Ausbau das Gemeindesäckel mit zusätzlichen 30 000 Euro belasten. Bei einem Ortstermin soll die Machbarkeit geprüft werden. Allerdings stellte Herrmann klar: „Es wird weiterhin weiße Flecken geben.“ Rudolf Zilles (SPD) regte an, für den Bereich Kleevendeich die Gemeinde Moorrege an den Kosten beteiligen sollte. Entsprechende Gespräche sicherte Herrmann ebenso zu wie bei zukünftigen Projekten Leerrohre für die Leitungsführung einzuplanen. Den Vorschlag, mit dem regionalen Anbieter „wilhelm.tel“ zu verhandeln, kommentierte Herrmann süffisant: „Die werden sicher nicht nach Haselau kommen. Außer wir bauen denen ein Atomkraftwerk.“ Dies entspreche nicht der Landesplanung.

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