zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 21:19 Uhr

Wedel : Integration im Jugendzentrum

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

KiJuZ, Teestube und Villa betreuen immer mehr Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien. Enge Kooperation mit Schulen.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | „Erfolg bedeutet für uns, dass uns Kinder ins Vertrauen ziehen“, sagte Maren Kallies vom Kinder- und Jugendzentrum (KiJuZ) in der Bekstraße. Gemeinsam mit ihren Kollegen von der offenen Jugendarbeit und der Teestube der Christuskirchengemeinde sowie der Villa berichtete Kallies im Sozialausschuss von Entwicklungen und Herausforderungen der Kinder- und Jugendeinrichtungen der Rolandstadt.

Alle Institutionen verzeichneten 2014 eine steigende Anzahl an Besuchern mit Migrationshintergrund. Im KiJuZ waren es 70 Prozent von den durchschnittlich 34 Kindern, die das Jugendzentrum täglich besuchen. Genau wie in der Teestube kamen im vergangenen Jahr immer mehr Flüchtlingskinder dazu. Die ersten Besuche werden daher oft durch fehlende Deutschkenntnisse erschwert. „Um Verlässlichkeit zu signalisieren, hielten wir die Öffnungszeiten daher auch in personellen Engpässen aufrecht und boten viele spontane Aktionen wie Kochen an“, bericht Kallies. Dadurch sei es meist gelungen, das Vertrauen als Basis für die weitere Arbeit zu gewinnen. Die engere Verzahnung mit den Wedeler Schulen ist eine weitere Entwicklung des vergangenen Jahres. Die Teestube übernimmt einen Teil des pädagogischen Nachmittagsprogramms der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG), die mittlerweile eine gebundene Ganztagsschule ist. Die Pädagogen aus der Teestube betreuen gemeinsam mit Barlach-Schülern den Schulgarten. Die Fachleute aus der Christuskirche sind für den Ruheraum der Schule genauso zuständig wie für den so genannten Trainingsraum. Dort können Schüler, die den Unterricht stören, eine „Auszeit“ nehmen und mit den Pädagogen ihr Fehlverhalten besprechen.

Berufliche Beratung von Jugendlichen ist ein Schwerpunkt der Arbeit in der Villa und in der Teestube. Dabei werden auch immer häufiger konkrete Hilfestellungen beim Verfassen von Bewerbungen und Lebensläufen gegeben. In der Villa werden Schulabgänger direkt nach dem Abschluss im Projekt „Durchstarter“ betreut. Durch Sprechstunden an der EBG soll der Zugang zu diesem Angebot niedrigschwellig gestaltet werden. Auch bei der Berufsberatung der Villa gilt, dass immer mehr – oft traumatisierte – junge Flüchtlinge versorgt werden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen