Impressionen von der „Waterkant“

Der Himmel ist meist weit und wolkenreich in Pommerehns expressiven Interpretationen des Nordens.
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Der Himmel ist meist weit und wolkenreich in Pommerehns expressiven Interpretationen des Nordens.

Dieter Pommerehn liebt Norddeutschlands Küsten / Ab Donnerstag, 3. April, zeigt der Maler Aquarelle und Pastelle im Reepschlägerhaus

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28. März 2014, 11:21 Uhr

Ein wolkenreicher expressiver Himmel, der sich raumgreifend über die Bildfläche ausbreitet, an die Seite gestellt oder im Vordergrund Steilküste, Sand, Poller. Detail gegen Fläche, Struktur gegen Abstraktion: Der Hamburger Maler Dieter Pommerehn komponiert Bilder voller Expressivität und Sprengkraft. Eine Auswahl seiner Werke zeigt er ab Donnerstag, 3. April, in Wedel: im Reepschlägerhaus in der Schauenburgerstraße 4. Vorwiegend sind es Aquarelle und Pastelle, die Impressionen Norddeutschlands einfangen. „Waterkant“ hat Pommerehn treffend seine Schau benannt. Donnerstag um 19.30 Uhr ist Ausstellungseröffnung.


Vielfältig in Stil und Technik


Geboren und aufgewachsen ist Pommerehn in Cuxhaven, seine Berufsausbildung hat er in Bremen absolviert, seit 1965 lebt er in Hamburg. Wasser, Schifffahrt und Küste haben den Norddeutschen geprägt. Den Menschen und den Künstler. Folgerichtig zeigen die Motive des Malers fast ausnahmslos die nord- und ostdeutsche Küstenregion, aber auch Hamburg und das Umland.

Als Kreativer ist Pommerehn Autodidakt, allerdings dennoch ein alter und versierter Hase, denn er malt bereits seit sehr langer Zeit. Praktisches Fachwissen eignete sich der Kunstinteressierte in Kursen bei anerkannten, regionalen Künstlern wie Lübbers, Bleeker und Hausmann an.

Nicht nur stilistisch zeigt Pommerehn eine große Vielfalt. Der Autodidakt beherrscht auch nahezu alle Techniken des Metiers. Neben Aquarell- und Pastellmalerei, die der Künstler bevorzugt, wie er sagt, beschäftigt er sich ebenso mit Öl, Linoldruck, Radierung, der Collage und fotografischen Techniken. Bei ihm bestimme das Motiv Farbart oder Drucktechnik. Nicht ausgeschlossen ist, dass Pommerehn ein und dasselbe Motiv mit unterschiedlichen Möglichkeiten in Szene setzt. Da sich der Malstil der künstlerischen Umsetzbarkeit anpasst, entstehen sehr abwechslungsreiche Werke.

„Es ist die Vorstellung des Künstlers, dass seine Bilder es dem Betrachter erlauben sollen, sich mental in die Motive hineinzuversetzen und eigene Gefühle und Erinnerungen zu entwickeln“, heißt es im Ankündigungstext für die Ausstellung. Praktisch ausprobieren können Besucher diese Aufforderung ab Donnerstag.

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