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B431-Ampel in Wedel : Immer wieder Stau und kein Ende?

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Leistungsfähigkeit der Kreuzung Rissener Straße/Autal. Rudolf-Breitscheid-Straße ausgereizt. Zuspitzung durch Sandmoorweg-Sperrung.

Wedel | Autoschlangen, die bis über den Bahnschrankenbereich der S1 hinausgehen. Ein Rechtsabbiegerstreifen, der nicht erreicht werden kann, weil der Linksabbieger zu voll ist und sich zu langsam leert. Im Linksabbieger selbst nervenzehrende Wartezeiten, bis man endlich nach mehreren viel zu kurzen Grünphasen rüberkommt: Wedels Autofahrer kennen solche Szenen, die sich in den vergangenen Monaten zu Verkehrshochzeiten im Autal an der Kreuzung Rudolf-Breitscheid-Straße/Rissener Straße abspielten und weiter abspielen.

Grund genug für die Politik, nachzuhaken in der Hoffnung auf Möglichkeiten der Verbesserung. Umso ernüchternder jetzt die Mitteilungsvorlage der Verwaltung für den Planungsausschuss am 1. September. Fazit des eineinhalb Seiten langen Papiers: Da kann man nichts machen. Außer hoffen, dass die Öffnung des Wespenstiegs und Sandmoorwegs für ein bisschen Entlastung sorgt.

Eben in dieser Sperrung macht die Bauverwaltung die Ursache für die Eskalation an Wedels zentralem Verkehrsknoten aus. Sie beschert der ohnehin extrem frequentierten Kreuzung ein spürbares Plus an Fahrzeugen. Bereits 2005, als das Büro Argus die jüngsten Zählungen im Wespenstieg – dem nördlichen Schleichweg zwischen Wedel und Hamburg – anstellte, waren es 3300 Fahrzeuge, die täglich dort fuhren. Tendenz leicht steigend, hieß es seinerzeit.

Zumindest ein wenig Entlastung ist in Sicht

Eine Entlastung für Wedels Hauptverkehrsschlagader, die seit Anfang des Jahres nicht zur Verfügung steht. Bleibt der Trost, dass zumindest ein wenig Besserung in Aussicht scheint. Nach Auskunft aus Altona sollen die Bauarbeiten im Sandmoorweg, die Ursache für die Sperrung sind, im September abgeschlossen sein. Bis dahin heißt es warten. Denn, so steht es in der Verwaltungs-Mitteilung: „Außergewöhnliche Umstände wie diese Baumaßnahme ziehen Verkehrsstaus mit sich, die sich durch eine Veränderung der Signalschaltung nicht beseitigen lassen.“

Das Verwaltungspapier offenbart indes auch ein generelles Problem an dieser Stelle. Zwar werde die Verkehrstechnik im Zuge des Umbaus der Ampeln an der B  431 auf LED-Leuchtkörper überprüft. „Eine grundlegende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, die nicht in Verbindung mit baulichen Veränderungen stehen, ist allerdings nicht zu erwarten“, heißt es abschließend in der Stellungnahme.

Konkrete Bau-Pläne dafür sucht man in Wedels Finanzplanung vergeblich. Allenfalls im Zuge der Realisierung einer Nordumfahrung ist auch die Kreuzungsertüchtigung geplant. Doch das liegt bekanntlich zumindest an dieser Stelle in weiter Ferne.

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erstellt am 28.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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