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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 22:39 Uhr

Wedel : Im Ruhestand – und was dann?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Kirchengemeinde veranstaltet für Menschen um die 60 einen Workshop für (Neu-)Rentner.

Wer in Rente geht, hat plötzlich wieder viel mehr Zeit. Doch wofür soll die neu gewonnene Freiheit genutzt werden? Was für Möglichkeiten und was für Risiken bringt sie mit sich? Ein Workshop der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Wedel soll dabei helfen. „Wir veranstalten ihn zum ersten Mal und sind gespannt was daraus wird – es ist ein Experiment“, sagt Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock. Mit dem Titel „Wo soll’s denn hingehen?“ ist die Veranstaltung an alle zwischen 57 und 67 Jahren gerichtet, die sich vorausschauend oder aus aktuellem Anlass mit dem Thema „Ruhestand“ beschäftigen wollen.

„Denn jeder weiß, dass dieser Tag auf ihn zukommt. Selten wird sich jedoch die Zeit genommen, einmal inne zu halten und zu überlegen: Was will ich nun eigentlich?“, so die Pastorin.

Alltägliches so wichtig wie die großen Pläne

Viele planen sich zu erholen, auszuschlafen und dann auf Reisen zu gehen. Das Alltägliche sei aber auch wichtig, genauso wie das Bewusstsein dafür, dass die großen Pläne manchmal krankheitsbedingt geändert werden müssen. Mit dem Kursus sollen die Teilnehmer also gewappnet sein, für und gegen die Vielfalt an Möglichkeiten, für die Zukunft.

Einen Tag lang gibt es im Rahmen des Kurses Impulsreferate, Gruppenarbeiten und Präsentationen. Zum Auftakt wird die ehemalige Pröpstin des Kirchenkreises Blankenese, Malve Lehmann-Stäcker, ihre eigenen Erfahrungen und biblische Impulse geben. Seit 2007 ist sie in Rente. „Sie selbst ging frühzeitig in den Ruhestand und weiß einiges zu erzählen“, sagt Huchzermeier-Bock. Nach dem Vortrag von Lehmann-Stäcker sei Zeit, um sich auszutauschen und Fragen zu stellen.

Netzwerk für ehrenamtliche Tätigkeiten

In Kleingruppen wird ab 12 Uhr nach möglichen Perspektiven gesucht. Leitfrage: „Was ist eigentlich dran für mich?“ Das kann Engagement, Kultur, Hobby, Musik oder Selbstbestimmung sein. Nach einem Gemeinsamen Mittagessen stellen sich Ehrenämtler verschiedener Bereiche beim „Markt der Möglichkeiten“ vor und zeigen Die Vielfalt. das Netzwerk ist groß, unter anderem sind dabei: Werner Ballendat (Kirchengemeinderat), Elke Burau (Hauskreis), Matthias Dworzack (Kulturprojekt), Gerda Groth (Ambulanter Hospizdienst), Beate Lieberknecht (Tanzania-Ausschuss), Thorsten Sack (Männergruppe) und Patrick Lüdemann (Friedhofsprojekt). Danach wird sich ausgetauscht und gemeinsam ausgewertet. „Wir freuen uns gemeinsam auf die Suche zu gehen und dabei fündig zu werden“, so die Pastorin.

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