Gemeinschaftsschule Moorrege : Im neuen Schuljahr mehr Schüler und Lehrer

Schulleiterin Karen Frers wurde durch die Umsetzung eines Farbkonzepts am Pinneberger Schulzentrum Nord für die Renovierung dieses Klassenraums inspiriert.
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Schulleiterin Karen Frers wurde durch die Umsetzung eines Farbkonzepts am Pinneberger Schulzentrum Nord für die Renovierung dieses Klassenraums inspiriert.

Schulleiterin Karen Frers ist zufrieden mit den Anmeldezahlen für den Neustart nach den Sommerferien.

shz.de von
22. Juli 2015, 12:00 Uhr

Moorrege | Die Schüler sind seit Freitag in den Ferien, nun wird es Zeit, die letzten Vorbereitungen für den Neustart nach der Sommerpause zu erledigen. Karen Frers, Chefin der Gemeinschaftsschule Moorrege (GemsMo) kann entspannt dem Schuljahresbeginn 2015/16 im August entgegensehen. Sie hat ihre Hausaufgaben gemacht und kann künftig über mehr Personal verfügen und hat viele Neuzugänge an Schülern.

„Wir hatten Einbrüche bei den Anmeldungen befürchtet, weil erstmalig an Grundschulen keine Empfehlungen ausgesprochen wurden“, gibt Frers im Gespräch mit dieser Zeitung unumwunden zu. Befürchtet wurde ein Ansturm auf Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe – die die Moorreger Einrichtung nicht hat. Ein erstes Aufatmen gab es bereits Anfang Februar, als beim „Tag der offenen Tür“ mit etwa 130 Eltern unerwartet viele Interessenten kamen. „Wir hatten auf drei fünfte Klassen gehofft, wir starten mit vier gut gefüllten Klassen“, freut sich Frers.

Der Ruf der GemsMo ist gut. Kein Wunder also, dass nicht nur Jungen und Mädchen aus den Trägergemeinden Moorrege, Heist, Holm, Haseldorf und Haselau ihre Schulkarriere dort starten wollen. Von 90 Fünftklässern kommen 14 aus Appen, drei aus Hetlingen und Wedel sowie zwölf aus Uetersen. Zudem kommen ältere Schüler, die ihre Schullaufbahn in höheren Klassen fortsetzen wollen. Der Zulauf aus der Rosenstadt ist besonders auffällig. „Wir hatten sonst immer nur ein oder zwei Kinder aus Uetersen“, berichtet Frers.

Künftig 726 Zuweisungsstunden

Dank der leicht gestiegenen Schülerzahl – etwa 20 Jungen und Mädchen mehr – im Vergleich zum vergangenen Jahr, wird es zudem eine höhere Schlüsselzuweisung von Unterrichtsstunden geben. 2014  /  15 hatte die GemsMo 654 Zuweisungsstunden, künftig werden es 726 Stunden sein. „Wir haben eine großzügigere Zuweisung von Planstellen bekommen, das hatte sich die Landesregierung ja auch auf die Fahnen geschrieben“, sagte Frers. Darüber sei sie sehr glücklich.

Künftig wird die GemsMo zwei Klassen mehr haben. Das Raumproblem ist bereits gelöst. Aus einem Differenzierungsraum wird ein Klassenzimmer, ebenso der Kunstraum. Der Unterricht findet dann im wenig genutzten Textilraum statt. Frers: „Das ist zwar nicht ideal, aber es wird für ein Jahr gehen.“

Mensabau weiterhin in der Warteschleife

Eine Mensa wird es allerdings immer noch nicht geben. „Die Vorbereitungen konkretisieren sich und ich hoffe, es geht wohl hoffentlich nach den Sommerferien los“, sagte Frers. Ursprünglich sollte der Betrieb in dem 1,2 Millionen Euro Vorhaben mit dem neuen Schuljahr starten. Auf die Frage, ob in den unterrichtsfreien Zeit gebaut werde, sagt Frers: „Nach meinem Kenntnisstand nicht.“ Für die Zeitverzögerung sei die Kreisverwaltung verantwortlich.

Stolz ist Frers auf einen neu sanierten Klassenraum. Das Farbkonzept stammt von der Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn. Die gedämpfte Symphonie in Blau-Grün-Beige kommt bei den Schülern sehr gut an. Kosten inklusive Gardinen, Akustikdecke und Kautschukfußbodenbelag: 27  000 Euro. Frers: „Das ist der begehrteste Raum, alle fragen, wann ihr Klassenzimmer auch gemacht wird.“ In Pinneberg wurde eine ganze Schule nach dieser Idee gestaltet. Das Schulzentrum Nord wurde dafür sogar mit dem zweiten Platz des Innovationspreises des Quickborner Unternehmens Metaplan ausgezeichnet.

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