Nahversorger am Hasenknick : IK-Markt in Wedel mit positiver erster Bilanz

Ende Februar eröffnete der Frischemarkt mit der Hackradt-Filiale am Hasenknick. Ab nächster Woche wird die Geschäftsfläche optimiert und um eine Frischfleisch-Abteilung erweitert. Eine Neugestaltung des Vorplatzes in Kooperation mit der benachbarten Stadtsparkasse ist für Spätsommer geplant.
Ende Februar eröffnete der Frischemarkt mit der Hackradt-Filiale am Hasenknick. Ab nächster Woche wird die Geschäftsfläche optimiert und um eine Frischfleisch-Abteilung erweitert. Eine Neugestaltung des Vorplatzes in Kooperation mit der benachbarten Stadtsparkasse ist für Spätsommer geplant.

„Werden gut angenommen“. Fleischerei kommt. Gute Prognosen für Hackradt nach Insolvenz.

shz.de von
03. Juli 2015, 17:30 Uhr

Wedel | Vier Monate Frischemarkt „IK Ihr Kaufmann“ am Hasenknick: Nach einer ersten Bilanz der Macher ist es der Beginn einer Erfolgsgeschichte. „Der Markt wird gut angenommen, es wird zunehmend mehr eingekauft“, sagt Thorsten Schneider, zuständig für das Management des lang ersehnten Nahversorgers für die Moorwegsiedlung. Er schmiedet bereits Umbau- und Erweiterungspläne: Kommende Woche beginnend die Arbeiten für die Optimierung der Ladenfläche sowie den Bau einer Frischfleisch-Abteilung. Ein Fleischer soll die Palette an Produkten aus der Region erweitern.

Mittwoch hat Schneider entsprechende Verträge rausgeschickt. Nach Sondierungsgesprächen mit 63 Schlachtereien aus ganz Schleswig-Holstein und sorgfältiger Auswahl aus einem Kreis von Interessenten ist er sich mit einem regionalen Traditionsbetrieb einig geworden. Welcher, will er erst kommunizieren, wenn die Tinte unter dem Vertrag trocken ist. Die Eröffnung mit eigener Fachkraft ist für September oder Oktober geplant.

Stichwort Traditionsbetrieb: Auch beim Bäcker und Konditor hat Schneider auf dieses Modell gesetzt – mit Hackradt. Zwischenfazit: Die Verlegung der Filiale vom Rosengarten in den Hasenkamp sei die richtige Entscheidung gewesen, das Geschäft laufe profitabler als der Laden an der B431.

Umbauplan: Vorplatz soll zum Verweilen einladen

Was die Insolvenz der letzten Wedeler Bäckerei angeht, sagt Schneider: Zwar laufe das Verfahren noch. Hackradt habe die zweite Chance jedoch gut genutzt, es gebe positive Fortführungsprognosen. Der Insolvenzverwalter sei nicht mehr tätig, der Geschäftsbetrieb freigegeben, die Bäckerei arbeite mittlerweile wieder eigenständig. Mitarbeiter wie auch die Backstube in der Pinneberger Straße habe man halten können, so Schneider.

Das Lokal- und Regional-Prinzip, bei dem der IK-Markt direkt mit den Erzeugern zusammenarbeitet, wurde zwischenzeitlich ausgebaut. Neben Hackradt und dem Obstparadies Kleinwort als Kooperationspartner der ersten Stunde zählen zu den vertretenen Anbietern etwa Kruses Hofmilch aus Rellingen, Fischfeinkost Friedrichs aus Hamburg, die Hetlinger Honigmanufaktur und die Braasch Schinkenräucherei aus Ostholstein.

Trotz dieses Anspruchs bewege sich der Markt auf dem Preisniveau normaler großer Vollsortimenter und ergänze das Angebot auch durch Discount-Artikel, so Schneider. Sein nächstes Ziel: Mehr Menschen sollen den IK-Markt als Vollversorger nutzen. Dafür wollen Schneider und sein Team auch auf das „Quäntchen mehr Service“ setzen. So gibt es laufend Verkostungen und ganz neu die Lieferung frei Haus.

Für September plant IK zudem mit der benachbarten Stadtsparkasse ein Sommerfest, dessen Erlös der Wedeler Kinder-Hilfsinitiative Weki zugute kommen soll. Außerdem soll ebenfalls zusammen mit dem Geldinstitut der Vorplatz umgestaltet werden, um zum Treffen, Verweilen, Ausruhen, Klönen einzuladen.

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