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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 07:25 Uhr

Haselau : Ihr Leben für die Kunst

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Heistmer Malerin und Musikerin Maja Anton zeigt in einer Retrospektive Bilder aus 50 Jahren.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Eine Ausstellung mit Bildern aus 50 Jahren künstlerischen Schaffens der Malerin Maja Anton (Foto) wird heute Nachmittag um 17 Uhr in der Haselauer Galerie 49 eröffnet. Etwa 25 meist großformatige Werke sind in der Retrospektive zu sehen. Die Heistmer Künstlerin ist in vielen Techniken zu Hause. Gezeigt werden neben Ölgemälden auch Aquarelle und Holzschnitte.

Eigentlich war Galeristin Brigitte Hirte auf der Suche nach einem würdigen Platz für ererbte alte Musikinstrumente. Bei ihrer Recherche traf sie auf den bekannten Bratschisten und Instrumentenbauer Wolfgang Anton. Beim Tee in dessen Heistmer Haus lernte Hirte die Frau des Musikers kennen – und war von den überall in der Wohnung hängenden Werken der 1929 auf Haiti geborenen Malerin und Musikerin Maja Anton beeindruckt. Spontan wurde eine Schau beschlossen.

Maja Anton verbrachte ihre ersten drei Lebensjahre in Cap Haitien auf Haiti. Sie erkrankte an Kinderlähmung, mit den Folgen, dass ein Bein verkürzt ist und der traumatischen Erinnerung an eine kurzzeitige vollständige Lähmung.

Auf Grund der schwierigen Fortbildungsmöglichkeiten auf Haiti übersiedelte Maja Leonardt, so ihr Mädchenname, 1935 mit ihrer Mutter und den Geschwistern nach Leipzig. Ihr Vater, ein deutscher Kaufmann und ehrenamtlicher Konsul auf Haiti, blieb mit seinem Kaffee-Großhandelhandel zurück.

Nach dem Tod des Vaters musste Anton 16-jährig die Schule verlassen, um Geld zu verdienen. Sie wurde Kindergärtnerin und arbeitete bis 1953 in diesem Beruf. Bereits mit acht Jahren nahm sie Blockflötenunterricht, mit 16 Jahren kam Klavier hinzu. In der Region ist sie vielen als Musiklehrerin bekannt.

Neben der Musik war Anton immer das Malen wichtig. Sie nahm schon in Leipzig Zeichenunterricht, studierte in München an der Akademie Kunst bei Professor Xaver. Zudem hast sie sich stets weiter gebildet – angeregt vom Hamburger Maler Eylert Spars – und viele Ausstellungen bestückt.

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