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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 03:41 Uhr

Wedel : Hotelgutachten: Hafenlage favorisiert

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Businesspark-Standort ist nur dritte Wahl. Badebucht-Areal: Zweiter Investor klopft an.

Wedel | Jetzt hat es die Stadt Schwarz auf Weiß: Wedel kann durchaus ein weiteres Hotel vertragen. Mehr noch. Eine weitere Herberge würde auch positive Auswirkungen auf die Bestandshotels haben, da Wedel insgesamt eine höhere Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten erfahren würde. Das jedenfalls besagt das Hotelgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat in jenem Teil, der sich der allgemeinen Analyse widmet.

Im Zentrum jedoch stand eine andere Frage – die, wo gegebenenfalls der geeignetste Standort für ein weiteres Hotel in der Rolandstadt wäre. Auch da kommt die Studie zu einer klaren Aussage. Es ist der Hafenkopfplatz. Zentral, direkt an der Elbe, in einem frisch aufgehübschten Umfeld gleich an Wedels Weltberühmtheit, dem Willkomm Höft: Es ist nicht wirklich überraschend, dass sich der Standort gegen die beiden anderen behaupten konnte, die die Stadt mit ins Rennen geschickte hatte – an der Badebucht und im Businesspark. Alle drei sind oder waren in der jüngsten Zeit im Visier von Investoren und Projektplanern. Daher die bislang noch nicht veröffentlichte Studie, die Stadt und Politik eine Basis für mögliche Entscheidungen geben soll.

Die steht konkret indes nur in einem Fall an, und das seit rund dreieinhalb Jahren. Mitte 2011 wollten die Stadtwerke einen vorhabenbezogenen B-Plan für ein Kongresshotel auf ihrem Grundstück neben der Badebucht. Das Areal sehen die Gutachter als zweitbeste Lösung der Standort-Frage an. Geplant ist dort ein für Tagungs- und Seminargäste optimierte Hotel mit zwei Geschossen plus Staffel, Restaurant, 126 Zimmern und rund 250 Betten. Als Betreiber wurde das Park-Hotel Ahrensburg gehandelt.

Ist dieses Projekt noch aktuell? Ja, sagt Stadtwerke-Chef Adam Krüppel auf Anfrage dieser Zeitung. Und es gebe zwischenzeitlich sogar einen weiteren Interessenten. Krüppel verspricht sich einen siebenstelligen Betrag vom Grundstücksverkauf und einen sechsstelligen durch Synergien mit dem Hotel, dessen Gäste Bad und Sauna nutzen.

Ob dieses Vorhaben zum Tragen kommt, diese Entscheidung liege jetzt bei der Politik, so Bürgermeister Niels Schmidt am Tageblatt-Telefon. Für ihn ist klar: Wenn das Badebucht-Hotel kommt, sind Hafen und Businesspark als Standorte vom Tisch. „Wir würden sicher nicht zwei oder drei neuen Hotels zulassen.“

Zumindest für den Hafenkopf gibt es bislang auch keinen Investor. Wie berichtet hat der Wedeler Unternehmer Heinrich Schneider zwar Interesse an der Realisierung des Kopfgebäudes signalisiert. Ein Hotel an der Stelle hatte er auf Grund eines eigenen Gutachtens ausgeschlossen.

Und der Standort Businesspark? Dafür hat jüngst Hans Helmut Schramm Interesse bekundet. Er könne sich Bau und Betrieb vorstellen, sagte der Chef der Schramm-Group Brunsbüttel im Gespräch mit dieser Zeitung. Allerdings nur, wenn der Businesspark-Hafen zum Autofähranleger wird. Die Gutachter sehen diesen Standort zwar als am wenigsten attraktiv an – auch weil nicht klar ist, innerhalb welchen Zeitraums sich das Gewerbegebiet wie entwickelt. Wenn im Zuge der Vermarktung jedoch konkrete Pläne für ein Hotel an dieser Stelle auf dem Tisch liegen, werde man sich grundsätzlich auch dieser Option nicht verschließen, so Schmidt.

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erstellt am 30.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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