Freiwillige Feuerwehr : Holmer Wehr noch mehr gefordert

Viele der Holmer Kameraden sind schon seit Jahrzehnten in der Freiwilligen Feuerwehr.
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Viele der Holmer Kameraden sind schon seit Jahrzehnten in der Freiwilligen Feuerwehr.

2017 rückten die Retter 47 Mal aus . Damit hat sich die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

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06. Februar 2018, 16:30 Uhr

Holm | Einer der letzten Gastredner auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Holm brachte es auf den Punkt, was diese Wehr mit der über 100-jährigen Tradition ausmacht. Er sei schon ganz grün vor Neid, sagte der Mann in der dunkelblauen Uniform, der Wedeler Wehrführer Michael Rein, so gute Bedingungen wie hier seien ausgesprochen selten. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniere reibungslos und auf die Wünsche der Wehr werde immer eingegangen, die Feuerwehrleute in Holm arbeiteten unspektakulär und besonnen und keiner falle durch eine allzu große Klappe auf.

Und genau das war es auch, was die gesamte Atmosphäre auf der vom ersten bis zum letzten Punkt gut durchorganisierten Versammlung in der Feuerwache an der Schulstraße ausmachte. Der Holmer Wehrführer Lukas Krack stellte in seinem launig vorgetragenen Jahresbericht die große Zahl von 47 Einsätzen heraus, fast jede Woche einen durchschnittlich und doppelt so viele wie im Jahr davor. Und da war nahezu alles mögliche dabei: Menschen aus Höhen retten, Türen öffnen für den Rettungsdienst, Gasgeruch in Gebäuden nachspüren, Tiere aus Notlagen befreien, Rauchwarnmelder begutachten. umgestürzte Bäume zerlegen, Ölspuren abstreuen. Trotz des vielen Regens im vergangenen Jahr brauchte kein Keller leer gepumpt werden, allerdings das Wasser in einer Wohnung im ersten Stock. Über Dank und ein Schulterklopfen würden sich die Feuerwehrleute nach wie vor freuen, so Krack. So sei es denn schon befremdend, dass sich der Besitzer einer brennenden Gartenlaube lediglich darüber beschwerte, dass die Feuerwehr beim Löschen eine Scheibe eingeschlagen habe.

Krack kündigte an, dass das neue Mannschaftstransportfahrzeug mit einer leichten Verspätung Mitte März geliefert werde. Ein ganz besonderes Dankschön ging an Holms Bürgermeister Walter Rißler (CDU), der kurz vor seinem Abschied aus dem Amt ein letztes Mal in dieser Funktion engagiert an den Ehrungen innerhalb der Feuerwehr teilnahm. Verbunden bleibt Rißler der Feuerwehr, deren Ausgestaltung er führend mit organisierte, allerdings ein Leben lang, so der Bürgermeister selbst.

Einstimmig und unter großem Beifall wieder gewählt wurde Sven Heidorn zum Gruppenführer der dritten Löschgruppe. Besonders festlich die Ehrungen: Torben Aurich für 20 Dienstjahre in der Holmer Wehr, Sven Heidorn für 30 Jahre, Wolfgang Kröning für 40 Jahre und Siegfried Vollendorf blickt sogar auf 50 Jahre zurück.

Das Deutsche Feuerwehr-Fitnessabzeichen erkämpften sich Maximilian Krause und Andreas Stumpenhagen in Bronze sowie Martin Hinkel und Ralf Mohr sogar in Gold. Befördert wurden Angelina Karst und Kevin Radloff sowie Stefan Cvenarski, Heiko Höft, Norbert Kleiner, Frank Walischewski, Nikolas Zemke und Anna Heidorn.

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