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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 12:25 Uhr

Wedel : Holmer Straße: Stadt prüft LED-Laternen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zeichen stehen nun doch auf Neubau statt Rückbau – mit weniger Lampen.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Entschieden ist noch nichts. Aber eines ist deutlich geworden im Bauausschuss: Statt Rückbau stehen die Zeichen nun doch auf Erhalt der Beleuchtung an der Holmer Straße. Allerdings nicht um jeden Preis, sondern so günstig wie möglich. Wobei die CDU wie auch die WSI deutlich machten: Wenn schon Geld an dieser Stelle in die Hand genommen wird, dann solle Wedel keine halben Sachen machen.

Eine Ansage mit Stoßrichtung SPD. Die hatte einen Antrag vorgelegt, mit dem sie fordert, den Rückbaubeschluss vom November zurückzunehmen und „den Ist-Zustand der Beleuchtung an der Holmer Straße zu belassen“. Es solle nicht gleich ein Millionen-Projekt werden, so SPD-Ratsherr Wolfgang Rüdiger. Wedel solle Schritt für Schritt vorgehen und die Pfähle nicht einfach abbauen.

Man könne sicher noch 2015 mit den alten Holzmasten leben, so CDU-Sprecher Ulrich Kloevekorn. Aber Fakt sei: „Den Ist-Zustand können wir so auf Dauer nicht lassen.“ Das verdeutlichten auch die Ausführungen von Stadtwerke-Seite: Die Holzmasten seien marode, die Standsicherheit nicht mehr gegeben. Teilweise würden sie bereits abgestützt und müssten über kurz oder lang weg.

Klar stand da die Frage nach Kosten im Raum, wenn die Lichter denn doch nicht ausgehen sollen zwischen dem Ortsschild und dem Einmüdungsbereich Papentwiete. Ernüchternde Antwort der Verwaltung: 240.000 Euro bei Einsatz von moderner LED-Technik. Problem sei vor allem das Erdkabel. Zur Verlegung müsste an mehreren Stellen der Radweg durchtrennt werden. Das Landesamt verlange dabei die Erneuerung des Wegs auf kompletter Länge. Kosten dafür allein knapp 100.000 Euro. Nochmals rund 150.000 Euro seien zudem für die Lampen selbst fällig.

„Dass in Wedel alles teurer ist, ist mit bekannt“, bemerkte dazu Walter Rißler. Der Holmer Bürgermeister war ebenfalls eingeladen, hatte er doch wie Jugend- und Seniorenbeirat die Stadt um Rücknahme des Rückbaubeschlusses gebeten. Er halte 150.000 Euro für neue Lampen für „sehr hochgegriffen“, so Rißler. „Wir haben mit etwa 1500 Euro pro Lampe gerechnet.“ Holm hat bereits auf fast bis zur Ortsgrenze die B431-Laternen auf LED-Technik umgerüstet. Dafür habe die Kommune einen Kredit aufgenommen, der sich durch die Stromersparnis und die deutlich geringere Wartung gegenüber herkömmlichen Lampen „praktisch von allein abbezahlt“. Holm habe entgegen der Norm lediglich alle 80 Meter Masten gesetzt, was ausreichend sei für das Sicherheitsgefühl der Nutzer. Rißler signalisierte zudem, dass seine Gemeinde Wedel etwa durch eine Kostenübernahme für einige weitere Lampen bis zur Krankenhauseinfahrt entgegenkommen könnte.

Kloevekorn nahm den Punkt auf: Auch Wedel solle den Bau von weniger Lampen prüfen. Ein Vorschlag, den Helmut Thöm für die FDP unterstützte. Bislang sind 43 installiert – allerdings mit sehr schlechter Lichtausbeute, wie von vielen Seiten bestätigt wurde. Zudem sollten Gespräche hinsichtlich einer Kostenbeteiligung mit der Telekom aufgenommen werden, die die alten Mast ebenfalls nutzen. Es war wiederum Rißler, der auf diesen Umstand hingewiesen hatte. Und schließlich solle die Landesbehörde um ein Entgegenkommen in der Frage der Radweg-Erneuerung gebeten werden.

Der SPD-Antrag kam nicht mehr zur Abstimmung: Die Grünen hatten Beratungsbedarf angemeldet. Bauausschusschef Thomas Grabau von den Grünen mahnte allerdings auch: „Wenn wir diese Entscheidung für den Neubau treffen, dann werden auch andere kommen.“ Im April wird die Beratung fortgesetzt.

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