zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 11:33 Uhr

Holmer Rat sagt Nein zu Fracking

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

CDU-Resolution einstimmig verabschiedet

In einer Resolution haben sich die Mitglieder des Holmer Gemeinderats einstimmig gegen Fracking ausgesprochen. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht. „Es ist gut, ein Zeichen zu setzen, auch wenn es nur Symbolcharakter hat“, sagte CDU-Fraktionschef Tobias Zeitler (Foto).

In der gemeinsam von Christdemokraten und Sozialdemokraten beschlossenen Resolution heißt es dazu: „Die Gemeindevertretung Holm hat mit großer Besorgnis zur Kenntnis genommen, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie beabsichtigt, für Gebiete im Kreis Pinneberg und Umgebung die Erhebung von seismischen Daten zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu erlauben.“ Aus Sicht der Kommunalpolitiker ist dies ein erster Schritt zum sogenannten Fracking-Verfahren und beinhalte die Gefahr, dass in diesem Zuge wassergefährdende chemische Substanzen zur Erdgasgewinnung zum Einsatz kommen. „Wir sind wachsam, wir wollen das nicht“, betonte Zeitler.

Die Holmer Kommunalpolitiker fordern die Landes- und Bundesregierung sowie die Europäische Union auf, sich einzusetzen für ein sofortiges, ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger. Unabhängig davon, ob „die Rissbildung mit oder ohne den Einsatz giftiger Chemikalien, hydraulisch oder andersartig erzeugt wird.“ Gefordert wird zudem ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der untertägigen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer.

Die Holmer fordern eine Novellierung des Bergrechts. „Die höchsten Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit haben im Fokus der Novellierung zu stehen.“ Auch solle ein Handels- und Importverbot von fossilen Energieträgern gelten, die durch Fracking gefördert wurden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen