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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 06:10 Uhr

Holm will in den Schulverband

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Immer mehr Kinder der Geestgemeinde gehen in die Moorreger Regionalschule (RegMo) / Der Ruf der Bildungseinrichtung ist gut

Rektorin Karen Frers müssen die Ohren geklingelt haben. Einstimmig sangen die Mitglieder des Holmer Gemeinderats über Parteigrenzen hinweg ein Loblied auf die von ihr geleitete Regionalschule Moorrege (RegMo). Einstimmig dann auch ein Grundsatzbeschluss, dem „Schulverband Regionalschule Am Himmelsbarg Moorrege“ beizutreten. „Es wird etwas teurer, aber wir haben mehr Mitspracherecht“, begründete Bürgermeister Walter Rißler (CDU) den Vorstoß seiner Fraktion.

Wie berichtet gehören dem Verband bisher die Gemeinden Heist, Haselau, Haseldorf und Moorrege an. Die als „Zukunftsschule“ ausgezeichnete Bildungseinrichtung wird aber von vielen Kindern aus anderen Gemeinden und Städten besucht.

Holm stellt mit 68 Jungen und Mädchen immerhin 13,2 Prozent der Gesamtschülerschaft. „Früher mussten unsere Schüler nach Wedel, heute gibt es keine Einzugsgebiete mehr, die Eltern haben freie Wahl“, erklärte Rißler. Auch CDU-Fraktionschef Tobias Zeitler bat um Zustimmung: „Die Schule macht einen sehr guten Eindruck.“ Und mit Hinweis auf die politischen Mehrheitsverhältnisse in den verbandsangehörigen Gemeinden – alle haben einen CDU-Bürgermeister – sagte er: „Das passt ganz gut.“

Für Holm wirkt sich der Deal auch finanziell positiv aus. Bisher mussten pro Kind 1200 Euro Schulkostenbeitrag an den Verband gezahlt werden, nach der Einführung der offenen Ganztagsschule im Schuljahr 2014 / 15 werden es etwa 1300 bis 1400 Euro sein. Im Vergleich: für den Besuch einer der Wedeler Gemeinschaftsschulen werden derzeit 1945 Euro beziehungsweise 3972 Euro bezahlt, Tornesch erhebt 1568 Euro.

Knackpunkt bleiben die mittelfristig anfallenden Sanierungskosten – nach Architektenschätzung etwa neun Millionen Euro – oder sogar ein Neubau für 16 Millionen Euro. Diese Kosten könnten nur bedingt an die Kommunen der Schüler weitergegeben werden.


Holm setzt auf EU-Geld von der AktivRegion


Deshalb setzen die Holmer auf die Europäische Union. Bisher hatte sich Moorrege geweigert, der AktivRegion beizutreten und dadurch auf EU-Mittel für das Oberglinder Naturbad verzichtet. Schulverbands-Chef Karl-Heinz Weinberg ist auch Moorreges Bürgermeister. An ihn appelliert der Rat, umzudenken.

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erstellt am 22.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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