Holm greift in den Sparstrumpf

Im Beisein von Bürgermeister Walter Rißler (links, CDU) bedankte sich Tobias Zeitler (rechts) im Namen der CDU-Fraktion bei den Amtsmitarbeitern Maren Bornholdt und Frank Wulff für die gute Zusammenarbeit mit Weihnachtsmännern aus Schokolade.
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Im Beisein von Bürgermeister Walter Rißler (links, CDU) bedankte sich Tobias Zeitler (rechts) im Namen der CDU-Fraktion bei den Amtsmitarbeitern Maren Bornholdt und Frank Wulff für die gute Zusammenarbeit mit Weihnachtsmännern aus Schokolade.

Haushalt 2018 Gemeinderat beschließt Planung für das kommende Jahr / Steuersätze bleiben konstant / Kritik an Kreisumlage

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15. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Die letzte Sitzung des Holmer Gemeinderats in diesem Jahr war von großer Harmonie geprägt. Obwohl der Haushalt für 2018 verabschiedet wurde, verzichteten die Fraktionen auf einen inhaltlichen Schlagabtausch. CDU, SPD und der fraktionslose Hartmut Kieselbach (SPD) votierten einstimmig für die vorgelegte Finanzplanung. Sie sieht im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 5 476 900 Euro und im Vermögenshaushalt von 445 900 Euro vor.

Damit der Plan ausgeglichen ist, muss tief in den mit 192 328 Euro sowie dem Betrag vom Jahresabschluss 2017 gefüllten Sparstrumpf gegriffen werden: 160 000 Euro. Die allgemeine Rücklage der Gemeinde Holm beträgt laut Plan dann zum 31. Dezember 2018 nur noch 32 328 Euro. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt ist der größte Brocken mit 1,45 Millionen Euro – das sind immerhin 26,5 Prozent – die Kreisumlage. Tobias Zeitler (CDU), Vize-Vorsitzender des Finanzausschusses, machte seinem Unmut Luft darüber, dass der Kreis trotz seines guten Finanzpolsters die Kommunen bluten lässt. „Der Kreistag denkt nicht über eine Absenkung der Kreisumlage nach“, kritisierte er. Die Umlage für das Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) beträgt eine halbe Million Euro, das sind 9,2 Prozent des Verwaltungshaushalts.


Amtsneubau für Holm zu teuer

Oliver Ringel (CDU) betonte, dass die Amtsumlage vermutlich wegen des jüngst beschlossenen Neubaus eines Amtsrathauses (unsere Zeitung berichtete) steigen werde. „Das können wir uns eigentlich nicht leisten“, sagte Ringel. Aber er stand mit seiner Kritik allein da. Bürgermeister Walter Rißler (CDU), der nicht wieder für das Amt kandidieren wird, verwies auf die steigende Einkommenssteuer. Und er wies darauf hin, dass derzeit Verhandlungen laufen, nicht für zehn Millionen Euro ein Rathaus zu bauen, sondern es von der Raiffeisenbank Elbmarsch zu mieten – zu günstigeren Konditionen. Zu den Befürwortern des Neubaus in Heist gehört auch SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel. Er lobte die dreijährige Planung. „Es ist unwahrscheinlich, was die Verwaltung da geleistet hat, es war unwahrscheinlich transparent.“

Auch die Geselligkeit wurde gepflegt. Bürgermeister Rißler lud Gemeindevertreter und Zuhörer zu einem „traditionellen Holmer Essen“ ein, wie er sagte: Rundstück warm. Zudem las er Kurzgeschichten auf Hoch- und Plattdeutsch vor. Die CDU-Fraktion bedankte sich bei den Mitarbeitern des Amts für die geleistete Arbeit. Zeitler überreichte Fachbereichsleiter Frank Wulff und Protokollführerin Maren Bornholdt Schoko-Weihnachtsmänner und bat sie zudem, weitere für die für Holm tätigen Kollegen mitzunehmen.

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