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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 15:41 Uhr

Bauhofareal in Wedel : Hoffen auf Wohnraum

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Fraktionen wollen SPD-Plan prüfen lassen. Die CDU sieht keine Chance für öffentlich geförderten Wohnungsbau im Autal.

Der Bauhof soll umziehen, auf dem Areal am Autal rund 60 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen: Der Vorstoß der SPD Wedel, so der Wohnungsnot zu begegnen, findet Anklang in den anderen Fraktionen. Zumindest im Prinzip sieht es nach Einigkeit unter den Rats-Parteien aus.

„Wir begrüßen den Impuls der Sozialdemokraten sehr“, sagt FDP-Sprecher Martin Schumacher. Es sei eines der wenigen städtischen Grundstücke und deshalb könne Wedel auch steuern, was dort entstehen soll. „Man kann die Wohnungsnot nur lindern, wenn man auch Wohnungen baut.“ Die Liberalen können sich, ähnlich wie die SPD, mehrgeschossige Gebäude auf dem Areal vorstellen. Schumacher betont aber auch: „Es ist Aufgabe der Architekten, das Grundstück der Umgebung anzupassen.“ So sollten zum Beispiel die Kanten kleinteilig gehalten werden.

Die CDU findet die Überlegungen der Sozialdemokraten sinnvoll, sagt Fraktionschef Michael Kissig. „Aber die Idee ist nicht neu.“ Die Christdemokraten hätten ähnliches bereits 2004/05 vorgeschlagen, seien aber damals bei der SPD auf Ablehnung gestoßen. Allerdings kann sich die CDU einen mehrgeschossigen Wohnungsbau dort nicht vorstellen, sagt Kissig. Da das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet angrenze, halte er eine Genehmigung für ein Geschoss plus Dachgeschoss für realistisch. „Das eignet sich aber nicht für sozialen Wohnungsbau“, gibt er zu bedenken. Für die Christdemokraten sei sozialer Wohnungsbau auch zweitrangig. „Wir brauchen generell Wohnraum, nicht nur öffentlich geförderten.“

Grünen-Fraktionschefin Gertrud Borgmeyer sieht das anders. „Grundsätzlich darf es keine Gegenden ausschließlich für Reiche oder für Arme geben“, fordert sie. Ihre Partei habe nichts dagegen, öffentlich geförderten Wohnraum zu schaffen. Deshalb sei zu prüfen, in welchem Maß die Stadt auf dem Bauhofareal Sozialwohnungen bauen kann.

Auch die Linke hält die Idee, öffentlich geförderte Wohnungen auf dem Gelände zu bauen, für grundsätzlich nicht schlecht, sagt Sprecher Johannes Schneider. „Das ist eine der wenigen Möglichkeiten, wo wir als Stadt bauen können.“ Den Linken stellt sich jedoch die Frage, wie das Vorhaben zu finanzieren sei.

Allerdings – und da sind sich die Fraktionen einig – müsste die Verwaltung noch viele Faktoren prüfen. Und eine Ausweichsfläche für den Bauhof finden. Über den SPD-Antrag berät der Planungsausschuss am Dienstag, 5. November, ab 18 Uhr im Raum Vejen des Rathauses (Rathausplatz).

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erstellt am 24.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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