Wedel : Hoffen auf Hafenbetrieb in 2016

Die Hafenbaustelle macht sichtbar Fortschritte. Am 21. Mai können sich Interessierte über den Stand der Arbeiten informieren.
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Die Hafenbaustelle macht sichtbar Fortschritte. Am 21. Mai können sich Interessierte über den Stand der Arbeiten informieren.

Konkrete Verhandlungen mit einem Interessenten laufen. Beckenumgestaltung soll Ende September abgeschlossen sein. Neue Baustellenbesichtigung. Möglicher Lösungsansatz für Ponton-Verschlickung.

shz.de von
12. Mai 2015, 12:15 Uhr

Wedel | Der Beckenumbau im Schulauer Hafen macht sichtbar Fortschritte. Muss er auch: Schon 2016 sollen Boote dort anlegen. Laut Bauamtschef Klaus Lieberknecht gibt es zwei gute Gründe zur Hoffnung, dass das klappt. Zum einen liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Avisierter Abschluss ist im September dieses Jahres. Zum anderen würden Gespräche mit einem Anbieter laufen, der ernsthaft am Hafenbetrieb interessiert sei.

Wie berichtet hatte die Stadt nach erster misslungener Ausschreibungsrunde die Option auf den Hafenbetrieb mit dem Bau des Hafentor-Komplexes verknüpft. Ergebnis: Zwei Investoren haben angeklopft, die den Doppelturm-Bau, in dem die Stadt einen Hotelbetrieb präferiert, realisieren möchten. Derzeit würden Möglichkeiten der Synergien zwischen den Hafentorgebäude und Hafenbetrieb ausgelotet und über konkrete Bedingungen verhandelt.

Wedel hat die Vergabe des Betriebs mit den Auflagen verbunden, dass der Anbieter Schlengelanlagen selbst stellen und finanzieren soll. Zudem soll der Betreiber dafür sorgen, dass das Becken auf Tiefe bleibt. Vor dem Umbau war der Schulauer Hafen nach jedem Ausbaggern schnell wieder so verschlickt, dass es sehr eingeschränkten Raum für Liegeplätze gab und die Skipper nur kleine Zeitfenster für Ein- und Ausfahrten hatten. Mit der neu gebauten Quermole soll das Verschlickungsproblem deutlich reduziert werden.

Wie weit die Arbeiten daran, am neuen Hafenkopfplatz sowie an West- und Ostmole gediehen sind, davon können sich Interessierte währen einer neuen Baustellenführung am Donnerstag, 21. Mai, überzeugen.

Notbaggerung erfolgreich

Die Führungen durch die baubegleitenden Ingenieure Frank Spickermann und Torsten Jäger sowie Mitarbeiter der Stadt Wedel beginnen um 16 Uhr, 17.30 Uhr und 19 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich – nähere Informationen siehe Kasten.

Unerwartete Nacharbeiten wurden für die Stadt nur wenige Meter neben der aktuellen Baustelle fällig – am Ponton, ebenfalls ein Projekt der Städtebau-Fördermaßnahme Stadthafen Wedel. Anfang 2015 stellte sich heraus, dass der Anleger bei Niedrigwasser auf Schlick liegt. Er drohte Schaden zu nehmen. Notbaggern war angesagt, der Beton-Schwimmkörper musste dafür weggeschleppt werden. Eine Sofortmaßnahme, die „gut geplappt hat“, so Lieberknecht. Die Ingenieure seien bei dem 2011 in Betrieb genommenen Ponton davon ausgegangen, dass sich der Schwimmkörper durch die Strömung selbst freispült. „Das hat sich nicht bestätigt“, so der Bauamtsleiter.

Die Stadt sei daher nun in Gesprächen mit der Wasser- und Schifffahrtbehörde, ob an den Stacks westlich und östlich des Anlegers Veränderungen vorgenommen werden können, um die Strömung zu verstärken. Durch die künstlichen Landzungen in der Elbe liege das Willkomm Höft quasi in einer strömungsarmen Bucht.

Da nur begrenzt Plätze bei der Hafenbaustellenführung zur Verfügung stehen, ist eine Anmeldung bei der Stadt- und Landschaftsplanung, Andrea Wolters, a.wolters @stadt.wedel.de, 04103-707394 erforderlich. Die Teilnahme  ist kostenfrei. Treffpunkt ist jeweils kurz vor Beginn  vor dem Bauschild auf der Freifläche am Strandweg. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
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