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Wedel-Schulauer Tageblatt

13. Dezember 2017 | 16:51 Uhr

Hoffen auf einen Hallen-Neubau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schule und TV Haseldorf sehen eine Sanierung der Haseldorfer Sporthalle kritisch / Holzständerbau könnte eine Alternative sein

Sanierung oder Neubau: Wenn es um das Schicksal der Haseldorfer Turnhalle geht, scheiden sich die Geister. Nun haben sich mit der Grundschule Haseldorfer Marsch und dem Turnverein Haseldorf (TVH) zwei wichtige Nutzer zu Wort gemeldet. Ihr Appell an die Politik: Baut eine neue Halle und gebt dem Sport in der Marsch eine Zukunft.

Wenn es um die Größe der Turnhalle geht, sind die Wünsche von Joachim Kähler, Rektor der Grundschule Haseldorfer Marsch, und TVH-Chefin Martina Stecher-Strinz nur in der Tendenz identisch. „Für uns als Schule muss sie nicht so viel mehr größer ein“, sagt Kähler. Wohl aber die Nebengebäude. Dabei denkt der Pädagoge an die Unterbringung der Betreuungsklasse, die inzwischen aus allen Nähten platzt (diese Zeitung berichtete).

Was Stecher-Strinz von Sanierungsplänen hält, ist schnell auszumachen. „Die Halle ist in einem erbarmungswüdigen Zustand“, sagt die TVH-Chefin. Auch sie betont, dass keine Riesen-Hallenfläche benötigt werde, schiebt aber nach: „Das Ausweichen nach Moorrege wird für uns immer schwieriger.“ Bis April 2017 sei nur noch ein einziger Sonnabendnachmittag in der Mehrzweckhalle An’n Himmelsbarg frei. Weil die heimische Halle für Turniere zu klein ist, weichen Sparten ins Umland aus – natürlich gegen Miete.

Die TVH-Vorsitzende plädiert für eine unterteilbare Zweifeldhalle. Und begründet das auch mit der Entwicklung hin zur Ganztagsschule. „Wir können über unsere Klientel dadurch erst später verfügen“, erläutert sie. So entstehe ein Stau, da der Trainingsbeginn für die Kinder nach hinten verlegt werden müsse. Zudem boomen einige Gruppen, wie das von ihr geleitete Mutter-Kind-Turnen, bei dem sich in der kleinen Halle oft 50 Personen tummeln.

Zweifel hegt Stecher-Strinz an den geschätzten Sanierungskosten. Sie liegen bei 850  000 Euro. „Ich glaube, dass wir nicht unter 1,2 Millionen Euro liegen werden“, prophezeit sie. Für einen Neubau seien durch die Politik 2,8 Millionen Euro angesetzt – auch diese Schätzung hält sie für unrealistisch. Sie habe im Internet gegründelt und dort deutlich günstigere Bauten gefunden. Schließlich könne auch in einer einfachen Holzständerhalle Sport gemacht werden.

Bei einer Sanierung könne zudem das Platzproblem bei der Geräteunterbringung nicht gelöst werden, meint die Vereinschefin. So soll für die Turnabteilung ein Sprungtisch gekauft werden. Um ihn unterbringen zu können, müssten nun Alt-Geräte entsorgt werden, wie zum Beispiel der Bock.

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