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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:31 Uhr

Höhere Steuern für Heistmer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gemeinderat Haushalt einstimmig beschlossen

Die Gemeinde Heist steht finanziell solide da. Am Montagabend konnten die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung im Lindenhof einen ausgeglichenen Haushalt für 2017 absegnen. Dennoch werden die Bürger auch im kommenden Jahr wieder kräftig zusätzlich zur Kasse gebeten. Die Steuererhöhungen wurden einstimmig abgesegnet.

Der Verwaltungshaushalt sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von knapp vier Millionen Euro vor, der Vermögenshaushalt knapp 700  000 Euro. Um den Plan auszugleichen, müssen 380  000 Euro aus der Rücklage entnommen werden, erläuterte Finanzausschussvorsitzender Jörg Behrmann (Foto links, CDU). Weil Heist in 2015 hohe Steuereinnahmen hatte, werde die Kommune nun als Gemeinde mit hoher Finanzkraft eingestuft. Das bedeutet: Gab es für 2016 noch Schlüsselzuweisungen in Höhe von 420    000 Euro, so werden es für 2017 nur noch 108    000 Euro sein, erläuterte Behrmann. Damit nicht genug: Zu allem Übel steigt auch noch die Amtsumlage – von 368  000 Euro im laufenden Jahr auf 417  000 Euro in 2017. Diese Kostensteigerung entstehe, so Behrmann, unter anderem durch die Neuaufnahme der Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen ins ab 1. Januar heißende Amt Geest und Marsch Südholstein, bisher Amt Moorrege, und der damit einhergehenden Auflösung des Amtes Haseldorf, sowie durch die Kosten für die Flüchtlinge. Zudem stiegen die Kosten für den Unterhalt der Kindertagesstätten erheblich, von 266  000 Euro im laufenden Jahr auf dann 376  000 Euro. „Wir werden keine größeren Dinge machen können, deshalb haben wir Sparmaßnahmen ergriffen“, erläuterte der Finanzausschuss-Chef.

Die Steuersätze wurden wie folgt festgelegt: Grundsteuer A für Land- und forstwirtschaftliche Betriebe von 280 Punkte auf 325 Punkte und Grundsteuer B für die Grundstücke von 310 auf 325 Punkte. Die Gewerbesteuer wird vergleichsweise wenig erhöht, und zwar von 330 auf 336 Punkte. Damit entsprechen die gemeindlichen Hebesätze den nivellierten landesdurchschnittlichen Hebesätzen. Sie sind im Vergleich zu vielen Umlandgemeinden noch moderat, Spitzenreiter ist bisher Hetlingen mit geplanten 450 Punkten.

Schelte gab es nicht nur von Behrmann für die Mitglieder des Kreistags. Der Kreis steht derzeit finanziell gut da, und so fordern viele klamme Kommunen eine Senkung der Kreisumlage. Bezahlte Heist 2016 noch 1  092  800 Euro an den Kreis, sollen es 2017 1,2 Millionen Euro sein. Zu viel, findet auch Bürgermeister Jürgen Neumann (Foto oben, CDU). Die Resolution der Bürgermeister auf Senkung der Umlage, ist bisher an den Kreistagspolitikern abgeperlt (unsere Zeitung berichtete). „Da keimt Unlust in mir, das ist sehr enttäuschend“, beklagte Neumann.

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