Hochgiftige Raupe erobert den Norden

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13. Mai 2013, 01:14 Uhr

Kiel | Vor zwei Jahren galt Schleswig-Holstein als frei von Eichenprozessionsspinnern. Auch Hamburg hatte die kleine hochgiftige Raupe noch nicht erobert. Doch jetzt gilt der lauenburgische Süden sowie die Elbmetropole nach Angaben des Julius Kühn Instituts für Pflanzenkunde (JKI) offiziell als befallen. "Im Norden verbreiten sich die Tiere entlang der Elbe Richtung Nordsee", erklärt JKI-Sprecherin Stefanie Hahn.

Was Schleswig-Holstein blüht, wenn sich der gefährliche Vielfraß bei uns breit macht, zeigt ein Blick über die Landesgrenze: Der Schädling frisst in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen nicht nur ganze Bäume kahl, Probleme bereiten die Raupen auch den Menschen. Bei Kontakt verbreiten sie das Nesselgift Thaumetopoein. Es kann allergische Reaktionen auslösen: Hautjucken, Pustelbildung, Bindehautentzündung oder Asthma. Da die Raupe als wärmeliebend gilt, gehen Fachleute davon aus, dass die Klima-Erwärmung für die rasante Ausbreitung in Deutschland mitverantwortlich ist.

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