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Haseldorf : Historische und neue Aufnahmen werden im Elbmarschenhaus gegenüber gestellt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Max Broders hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fotografiert. Historische und neue Aufnahmen werden gegenüber gestellt.

Haseldorf | „Un nu leeve Lüüd, kieken’s de Biller an, min Vadder süt dat vun Baben uni ik denk, he is tofreden.“ Mit diesen plattdeutschen Worten über die alten Bilder seines Vaters Max Broders und wie zufrieden der jetzt sicher darüber sei, dass sie nicht in engen Schubladen verschwanden, begrüßte Volquard Broders die zahlreichen Gäste zur Vernissage im Haseldorfer Elbmarschenhaus. Die Stationsleiterin Edelgard Heim eröffnete mit ihm zusammen die neue Wechselausstellung unter dem Titel „Gestern und heute in der Marsch“.

Gezeigt werden etwa 30 sepiagetönte Fotografien des Hamburger Wander-Fotografen Broders (1886-1974) aus seinem Album „Holsteinische Marsch“. Es sind einige einzelne Abzüge des Mitbegründers vom „Tourismusverein Morgenrot von 1903“ zu sehen, die anderen Motive sind in Rahmen mit jeweils einer neuen Fotografie desselben Motivs zu bewundern.

Das Elbmarschenhaus-Teammitglied Pidder Holler hatte in mühevoller Kleinarbeit die alten Bilder abfotografiert, digitalisiert und bearbeitet. Zwei Frauen aus dem Team – Walburga Illyés und Margret Buttgereit – hatten sich auf die Suche nach den alten Schauplätzen gemacht, das Motiv abgelichtet und Informationen zur oft stark veränderten Landschaft gesammelt. Holler hat dann beide Fotos nebeneinander gestellt und den erklärenden Text dazu geschrieben. So ist sehr anschaulich auch an Hand einer alten Elbe-Karte festzustellen, wie sich die Landschaft verändert hat. Elbvorlagerungen sind ganz verschwunden oder gehören inzwischen zu Niedersachsen. Die Arbeiten für die Ausstellung hatten sich insgesamt über zwei Jahre hingezogen und wurde noch von dem ehemaligen Leiter Bernd-Ulrich Netz mit dem Wedeler Volquard Broders besprochen. Dieser hatte viel über seinen Vater Max und seine ausgedehnten Wanderungen – weit um Hamburg herum – mit der alten „Balgenkamera für 9x12 Zentimeter Glasnegative“ mit Holzstativ zu erzählen, Die imposante Kamera und belichtete Glasplatten hatte Broders mitgebracht. Es war spannend, über die Welt der alten analogen Fotografie und die Welt Anfang des 20. Jahrhunderts anhand von Fotografien zu erfahren. Gerade ist ein Bildband über Max Broders mit dem Titel „Klaar Kimming“ im Emos Verlag erschienen.

Die Ausstellung im Elbmarschenhaus in Haseldorf, Hauptstraße 26, ist bis zum 19. März zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags von 10bis 16 Uhr. www.elbmarschenhaus.de
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erstellt am 24.Feb.2015 | 15:00 Uhr

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