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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 14:35 Uhr

Hiroshima-Tag: Gemeinsam ein Zeichen setzen

vom

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Wedel | Andächtig und bewegend ging es zu bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Doch die Initiatoren von der Friedenswerkstatt Wedel hatten am Mühlenteich ein lebendiges Fest organisiert, bei dem auch ein Lachen nicht fehl am Platz war. Etwa 120 Teilnehmer hatten sich am Dienstagabend eingefunden, um mit der "Nacht der 100 000 Kerzen" der 200 000 Menschen zu gedenken, die bei den Explosionen und an den Spätfolgen gestorben sind.

Voller Stolz begrüßte Wedels Stadtpräsidentin Renate Palm (SPD) unter anderen die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs. Reden, Gedichte, Vorträge und verschiedene Musikdarbietungen von engagierten Wedelern und anderen Friedensbefürwortern folgten.

So informierte der Leiter des Friedensnetzwerks Kreis Pinneberg, Helmut Welk, über den aktuellen Stand der Situation angesichts der noch rund um den Globus verteilten Atomwaffen sowie über bisher nicht aufgefundene Endlager. Mit donnernder Stimme gab Reserveoffizier Michael Lindner vom "Darmstädter Signal" einen Abriss über die politische Hintergründe des Aufrüstungswannsinns während des Kalten Krieges wider und feuerte seine Fakten und Zahlen wie Salven in die Zuhörerschaft.

In ihrer Friedensandacht erinnerte Bischöfin Fehrs an Martin Luther King und sein "I have a dream"-Fanal. Sie forderte die Zuhörer auf, das Träumen wieder zu erlernen und in Worte zu fassen, was sich ändern solle. "Ohne die Erinnerung hat ihre Schwester, die Hoffnung, keine Chance, einen Ort des Friedens zu finden", lautet ihre eindringliche Botschaft an die Anwesenden.

Höhepunkt der Veranstaltung war neben der bischöflichen Andacht und dem Kanon "Dona nobis pacem" das ins Wasser Setzen der gebastelten Lotusblüten aus Papier. Mit Teelichten versehen, sind sie ein Symbol für die vielen Menschen, die vor 68 Jahren im kühlenden Wasser des Meeres Rettung vor dem atomaren Feuer suchten.

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