Hinter den Kulissen der Hochschule

Hochschul-Präsident Eike Harms stellte im Audimax die Besonderheiten der Lehreinrichtung vor
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Hochschul-Präsident Eike Harms stellte im Audimax die Besonderheiten der Lehreinrichtung vor

„Tag der offenen Tür“ an der FH Wedel: Mehrere hundert Besucher informieren sich über das vielfältige Angebot

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24. März 2014, 16:00 Uhr

Für Clara, Marina, Theresa, Charlotte und Melina war es der erste Besuch in der Lehreinrichtung an der Feldstraße. „Wir wollen uns einmal die Labore ansehen und wissen, was Informatik nicht nur vom Hörensagen so alles bietet“, sagten die 16- bis 17-jährigen Schülerinnen aus dem elften Jahrgang des Gymnasiums Rissen. Melina hat sich bereits festgelegt: „Ich möchte nach dem Abitur auf jeden Fall etwas in Richtung Betriebswirtschaft studieren.“

Zur ersten Orientierungssuche waren die Mädchen am Wochenende beim „Tag der offenen Tür“ der Fachhochschule (FH) und der Privaten Berufsfachschule PTL Wedel genau richtig. Insgesamt mehrere hundert Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei der traditionellen Veranstaltung über das Angebot der Hochschule, die seit 1963 in der Rolandstadt beheimatet ist, zu informieren. „Wir wollen vor allem zeigen, wie praxisnah das Studium bei uns ist“, betonte Yasmin Kötter, in der FH zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.

Fachhochschul-Präsident Professor Eike Harms, der die Einrichtung in dritter Familiengeneration leitet, stellte die FH in einem Vortrag vor. 1958 in Lübeck als Hochschule für Physikalische Technik gegründet und seitdem ständig erweitert, gehören jetzt 24 Dozenten, 21 Assistenten, 34 Lehrbeauftragte sowie 18 Verwaltungsmitarbeiter zum Personalstamm. Angeboten werden zurzeit sieben Studiengänge der Bereiche Informatik, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurtechnik.


Nachfrage steigt für IT-Sicherheitsexperten


Zum Wintersemester werden es drei mehr sein: Das Bachelor-Studium Mobile Computing und Computer Games Technology sowie der Master IT-Sicherheit. „Die Nachfrage an Sicherheitsexperten seitens der Industrie ist deutlich gestiegen und wird künftig noch weiter steigen. Bislang gibt es sehr wenige Ausbildungsangebote von Hochschulen zum Thema IT-Sicherheit“, erläuterte Harms.

Die Kürzung der Landeszuschüsse von mehr als 60 Prozent bis vor zwei Jahren auf jetzt 38 Prozent habe in der ersten Phase zu Einbrüchen bei den Studentenzahlen geführt, so Harms. Mittlerweile habe sich die Zahl wieder bei etwa 1000 eingependelt. 50 Prozent der Kosten der FH tragen sich durch die Studiengebühren, zwölf Prozent werden über Drittmittel finanziert.

Beim „Tag der offenen Tür“ gaben Dozenten in den Hörsälen Einblick in die Studiengänge. Stark frequentiert waren die Labors, in denen wissenschaftliche Mitarbeiter und Hochschulabsolventen die Arbeiten von Studenten präsentierten. Im Virtual-Reality-Labor konnten Spiele ausprobiert werden. Kleine Plastikfrösche und -kraken aus einem 3-D-Drucker durften die Besucher als „Souvenir“ mit nach Hause nehmen. Großes Interesse fanden auch ein puzzelnder Roboter sowie ein Fahrzeug, das sich mittels eines Mikrocontrollers zielsicher über eine mit Klebeband markierte Strecke bewegte. „Die Technik kann zum Beispiel in einem Lager, in dem Waren von einem Ort zum anderen transportiert werden müssen, eingesetzt werden“, erläuterte Professor Sergei Sawitzki, Leiter des Studiengangs Technische Informatik.

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