Holm : Hilfswelle für Flüchtlinge

FWH-Chef Wolfgang Aschert (links) und sein Parteifreund Erwin Aug helfen in Heist.
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FWH-Chef Wolfgang Aschert (links) und sein Parteifreund Erwin Aug helfen in Heist.

Freie Wählergemeinschaft Heist sucht Paten. In Holm gibt es künftig zweimal im Monat einen Kaffeenachmittag zum Kennenlernen.

shz.de von
31. Januar 2015, 16:00 Uhr

Holm | Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat es in Holm und Heist für die dort lebenden Flüchtlinge gegeben. Während sich in Heist Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft (FWH) um die acht im Dorf untergebrachten Männer und Frauen kümmern, wird es in Holm künftig einen Treffpunkt im Gemeindehaus, Steinberge geben. Am ersten Café-Nachmittag nahmen dort etwa 40 Deutsche und 20 Asylsuchende teil.

Vernetzung heißt das Zauberwort. Darin sind sich FWH-Chef Wolfgang Aschert und Bärbel Heimann aus Holm einig. Sie hat in ihren Gästezimmern Flüchtlinge untergebracht und ist mit Feuereifer dabei, sie zu integrieren. Auf ihre Initiative hin soll nun an jedem zweiten und letzten Donnerstag im Monat ab 15.30 Uhr das Café zur Begegnung mit Flüchtlingen geben.

Auf die Idee, sich um Flüchtlinge zu kümmern, kam Aschert während der Dezember-Sitzung des Heistmer Gemeinderats. Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) hatte mitgeteilt, dass künftig auch Heist Asylsuchende beherbergen wird. „Es hat sich niemand darum gekümmert und so beschlossen wir die Ersthilfe“, sagte Aschert. Nach Absprache mit dem Amt Moorrege besuchte er die zwei Frauen und sechs Männer im Alter von Anfang 20 bis etwa 40 Jahre. Sie stammen aus Syrien, dem Irak und Albanien.

Sprachbarrieren wurden mit Hilfe von Dolmetschern des Tornescher „Café come together“ überwunden. Dankbarkeit bekamen die FWHler insbesondere deshalb , weil sie bei gesundheitlichen Problemen halfen. Aschert: „Die Menschen bekommen von den Ämtern keinerlei Unterstützung.“ Das fange beim Krankenschein an, ohne den ein Arztbesuch nicht möglich ist. Der muss aber in Tornesch beim Amt persönlich abgeholt werden. „Aber dass wissen diese Menschen ja nicht“, so Aschert.

Das Holmer Ehepaar Berthold und Brigitte Zacharias hilft seit Monaten, bietet Deutschunterricht an. Sie bekamen während des Treffens im Beisein von Bürgermeister Walter Rißler (CDU) und SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel von Heimann Blumen. Zu den Initiatorinenn gehören zudem Karina Kleinert, Catherine Besendahl und Susanne Sielfeld-Braatz.

Wer Patenschaften übernehmen oder helfen möchte, kann sich an Aschert unter Telefon 04122-82227 sowie an Heimann, 04103-99349, wenden.

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