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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 09:27 Uhr

Moorrege : Hier wird Geschichte sichtbar

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Fünf Jahre hat es von der ersten Idee bis zur Fertigstellung gedauert. Jetzt hat das Moorreger Heimat-Museum zum ersten Mal seine Pforten geöffnet.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 16:00 Uhr

„Wir sind an dem Ziel angekommen, ein Museum zu gestalten, um Wertvolles zu bewahren, Erinnerungen zu pflegen, Geschichte sichtbar zu machen und das Wissen um die Vergangenheit weiterzugeben“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg während der feierlichen Einweihungszeremonie am Wochenende. Knapp 80 geladene Gäste waren gekommen, darunter Bürgermeister aus den Nachbargemeinden, andere Kommunalpolitiker sowie Abordnungen von Vereinen und Verbänden.

In seiner Ansprache ließ Weinberg die Entstehung des Museums Revue passieren. Im September 2008 stellte die CDU-Fraktion den Antrag, ein Heimatmuseum einzurichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Bürgermeister bereits einige Exponate in seinem Zimmer im Amtshaus gelagert, darunter eine alte Truhe mit zahlreichen alten Gegenständen, die die Moorregerin Herta Timm zur Verfügung gestellt hatte.

Alle politischen Gremien stimmten dem Antrag zu. Als Standort war das Gebäude der Alten Schule an der Klinkerstraße, in der auch das Bienenmuseum untergebracht ist, vorgesehen. Da aber die ehemalige Lehrerwohnung noch vermietet war, konnten die Pläne nicht sofort in die Tat umgesetzt werden.

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Exponate von Moorreger Bürgern zusammengetragen. „Ich bin überwältigt von der Bereitschaft der Spender. Diese Großzügigkeit ist ein Glücksfall für das Museum, weil die Schätze jetzt auch für die Allgemeinheit zugänglich sind“, freute sich Weinberg. Mitte 2012 wurde die Wohnung frei. Insgesamt 100 000 Euro hat die Gemeinde in die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen investiert. „Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, stellte der Bürgermeister fest. Mit Jürgen Bühse (78) und Peter Macke (73) wurden zwei Helfer gewonnen, die das Museum ehrenamtlich betreuen und auch für Führungen zur Verfügung stehen.

„Moorrege ist eine kulturell lebendige Gemeinde“, konstatierte Kerstin Seyfert, Vorsitzende des Kreiskulturausschusses. In einem Heimatmuseum werde Vergangenheit bewahrt, die auch zur Gegenwart und Zukunft gehöre. Und: „Es ist wichtig, dass wir in unsere Vergangenheit zurückschauen können. Dafür gibt es keinen besseren Ort als ein Heimatmuseum.“

Während eines Rundgangs hatten die Gäste die Möglichkeit, die mehreren hundert Exponate in den liebevoll gestalteten Räumen zu bewundern. Prunkstück des Museums ist das alte Bürgermeisterzimmer mit Mobiliar aus dem früheren Sitzungssaal und dem Schreibtisch, an dem von 1949 bis 2004 vier Gemeindeoberhäupter ihre Amtsgeschäfte führten. An einem Modell wird das Pinnaugebiet von Neuendeich bis Esingen um 1845 dargestellt. Zu sehen sind zudem haus- und landwirtschaftliche Geräte sowie eine „maritime Ecke“.

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