„Hetlingen muss liebenswert bleiben“

Holger Martinsteg ist Hetlinger des Jahres. Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) überraschte den langjährigen Feuerwehrmann mit der Ernennungsurkunde.
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Holger Martinsteg ist Hetlinger des Jahres. Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) überraschte den langjährigen Feuerwehrmann mit der Ernennungsurkunde.

Holger Martinsteg während Neujahrsempfang ausgezeichnet

shz.de von
29. Januar 2018, 16:00 Uhr

„2017 war das Jahr, in welchem die Mehrzweckhalle zur Dauerbaustelle wurde“. So begann der Rückblick, den Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) beim Neujahrsempfang der Gemeinde gestern Vormittag ablieferte. Weitere Themen waren die Straßendeckensanierung, das schon teilweise bezugsfertige Baugebiet „Potenhoff“, der Glasfaserausbau und ein Rückblick auf das Baugebiet „Achter de Kark“, wo nunmehr auch die Gewährleistungsabnahme der Straße stattgefunden hat.

Der Bebauungsplan für das Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet vor der Straße Blink sei seit dem 18. Januar rechtskräftig, freute sich Riekhof. Nach den momentanen Planungen sollte es möglich sein, erste Grundstücke im Herbst an die Käufer zu übergeben. Investitionen in die kommunale und vor allem soziale Infrastruktur der Gemeinde bildeten einen weiteren Schwerpunkt in den Ausführungen der Bürgermeisterin. Dazu zählte sie den Bauantrag für die Erweiterung der DRK-Kindertagesstätte.

Riekhofs Forderung für die Zukunft gipfelte in dem Postulat, „Hetlingen muss für die hier lebenden Menschen langfristig attraktiv, lebens- und liebenswert bleiben“. Darin seien sich auch alle einig, wenngleich sich die Geister über den rechten Weg auch manchmal streiten. Als besonders kontroverses Thema griff sie den Kunstrasenplatz auf. Dank einiger unerwarteter Fördermittel seien die Belastungen der Gemeinde und des Hetlinger Männer-Turnvereins (HMTV) auf je 50 000 Euro geschmolzen, teilte die Christdemokratin erleichtert mit.


Amtsneubau statt Platz neben der Herrentoilette

Nicht zuletzt stellte Riekhof sich vorbehaltlos hinter das Projekt eines neuen Amtshauses. „Zurzeit gibt es für alle neun Bürgermeister nur einen kleinen Schreibtisch neben der Herrentoilette“, war ihr drastisches Beispiel für die Notwendigkeit des auf etwa zehn Millionen Euro geschätzten Neubaus in Heist. Ihre offizielle Rede war damit zu Ende, aber ihre Aufgaben noch nicht erfüllt. Sie musste schließlich noch den „Hetlinger des Jahres“ präsentieren. Die Wahl fiel diesmal auf Holger Martinsteg, 20 Jahre lang stellvertretender Chef der Hetlinger Feuerwehr und viele Jahre länger bereits ihr aktives Mitglied. Martinsteg nahm die Gelegenheit war, als Sprecher einer Hetlinger Investorengruppe Licht in die Zukunft der Kult-Gaststätte „Op de Deel“ zu bringen. Alles laufe gut, beruhigte er seine Zuhörer. Nur ein neuer Pächter müsse noch gefunden werden. Nach einer gründlichen Gebäude-Sanierung solle dann möglichst noch in diesem Jahr die Neueröffnung gefeiert werden.

Anschließend verabschiedete Riekhof den bisherigen Kinder- und Jugendbeirat und begrüßte die Nachfolger. Und nicht zuletzt gehörte es zu ihren Pflichten, die Gastredner zu begrüßen, den Amtsvorsteher und Holmer Bürgermeister Walter Rißler (CDU), der sich plattdeutsch zu Wort meldete, ihren eigenen Stellvertreter Michael Rahn von der Freien Wahlgemeinschaft, der die Hetlinger zu mehr Engagement in der Lokalpolitik ermunterte, Gemeindevertreter Alexandré Thomßen, der spontan für den verhinderten CDU-Ortsvorsitzenden Jens Körner eingesprungen war, Sönke Hahn vom Vorstand der Raiffeisenbank Elbmarsch und nicht zuletzt Christine Mesek aus dem AZV-Vorstand. Alle waren voller Lob für den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde.

Für weitere harmonische Klänge sorgten die Auftritte des Männergesangvereins „Eintracht“ sowie des Frauenchors „Marsch Mel(l)os“ mit Chorleiter Olaf Polenske.


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