Großspende in Wedel : „Helfen da, wo es Not tut“

Hübsch verpackt: Adam Krüppel (rechts), Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, mit den Vertretern der Hilfsorganisationen, die mit jeweils 2000 Euro bedacht werden.

Hübsch verpackt: Adam Krüppel (rechts), Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, mit den Vertretern der Hilfsorganisationen, die mit jeweils 2000 Euro bedacht werden.

Die Stadtwerke Wedel unterstützen mit insgesamt 16.000 Euro acht regionale Hilfsorganisationen.

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20. Dezember 2017, 12:30 Uhr

Wedel | „Unglaublich wie schnell Hilfe funktionieren kann“, sagt Marta Litke und strahlt über das ganze Gesicht. Vor wenigen Tagen noch saß die Mitarbeiterin der städtischen Koordinierungsstelle für Integration zusammen mit weiteren haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuern im Willkommens-Café und berichtete unserer Zeitung, dass die Kasse der Helfer nach zwei Jahren Unterstützung leer sei. Den folgenden Spendenaufruf lasen die Stadtwerke Wedel. Und beschlossen kurzerhand: Auch diesen Helfern wollen wir helfen. 

Es ist bereits gute Tradition, dass der kommunale Versorger jedes Jahr zu Weihnachten 14.000 Euro an sieben gemeinnützige Organisationen aus der Region verteilt. Jede Hilfsorganisation wird mit jeweils 2000 Euro unterstützt. Dieses Mal, im zehnten Jahr der Aktion, legten die Stadtwerke kurzerhand einfach noch einmal 2000 Euro drauf – für die Flüchtlingsbegleiter.

Verfrühte Bescherung

„Das ist noch nicht das Weihnachtsglöckchen“, scherzte Geschäftsführer Adam Krüppel, als er mit dem Löffel gegen eine Flasche schlug, um sich unter den vielen Helfern für die Übergabe der insgesamt 16.000 Euro für ein paar Worte Gehör zu verschaffen. „Aber schon mal Bescherung“, konterte Peer Gent vom Kinderhospiz Sternenbrücke und brachte damit auf den Punkt, wie sich alle Spendenempfänger momentan fühlten: dankbar.

„Als kommunales Unternehmen ist es uns seit jeher wichtig, hier vor Ort direkt und unkompliziert zu helfen. Daher unterstützen wir schon seit vielen Jahren verschiedene Institutionen, Vereine und Verbände in und um Wedel“, erläuterte Krüppel die Philosophie des Unternehmens. Helfen da, wo es Not tut, ist die schlichte Devise der Stadtwerke. Man wolle „breit gefächert“ unterstützen, erklärte der Geschäftsführer: „Wir versuchen die Menschen im Querschnitt der Gesellschaft zu bedenken.“ Die Vertreter der Organisationen nahmen symbolisch für das Geld ein bunt verpacktes Geschenk entgegen. Jetzt hatten alle ein Strahlen auf dem Gesicht.

Integrationskoordinatorin Litke weiß auch schon, wo das Geld am dringendsten benötigt wird. Durch den Familiennachzug kämen viele Kinder nach Wedel. Die brauchen Schulsachen: Ranzen, Stifte und Schulsachen beispielsweise stünden ganz oben auf der Wunschliste.

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