Ein Schwips, der begeistert : Heiteres Sommerkonzert in Hetlingen

Sopranistin Melanie Römer begeisterte mit Stimme und schauspielerischem Talent. Sie wurde von Pianist Thorben Korn begleitet.
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Sopranistin Melanie Römer begeisterte mit Stimme und schauspielerischem Talent. Sie wurde von Pianist Thorben Korn begleitet.

Die junge Sopranistin Melanie Römer begeistert in der Kirche ihrer Heimatgemeinde das Publikum.

shz.de von
04. Juli 2016, 16:13 Uhr

Hetlingen | Die Erfolgs-Story der Hetlinger Jung-Sopranistin Melanie Römer geht weiter. Genau vor einem Jahr hatte sie ihr erstes abendfüllendes Konzert in der Kirche ihrer Heimatgemeinde mit positiver Resonanz vor fast ausverkauftem Haus gegeben. Am vergangenen Sonnabend konnte Römer an gleicher Stelle vor mehr als 100 Gästen bei einem „Heiteren Sommerkonzert“ mit ihrer warmen Stimme glänzen. Begleitet wurde Römer wie gewohnt von dem Wedeler Pianisten Thorben Korn, der das Publikum auch mit zwei Solostücken bewegte.

Die Begrüßungsworte zu dem beschwingten Abend kamen von Pastor Helmut Nagel. Er erinnerte an das Premieren-Konzert im vergangenen Jahr. In guter Erinnerung sein ihm „das bezaubernde Lächeln von Melanie und ihre große Freude an dieser wunderbaren Musik“ geblieben. Römer präsentiere sie „kunstvoll, aber von Herzen kommend“ und das mache ihre Besonderheit aus.

Die hohen Erwartungen des Pastors und der anderen Gäste sollten nicht enttäuscht werden. Denn Römer hatte sich mit ihrer langjährigen Gesangslehrerin Elke Andiel aus Haselau und ihrem kritischen Vater und Manager Herbert Römer ein halbes Jahr intensiv auf dieses Konzert vorbereitet. Neben einigen bereits bekannten und vom Publikum mit Freude wiedererkannten Liedern, standen auch viele neue Arien und Volksweisen auf dem Programm, wie das zu Beginn des Auftritts so berührend gesungene Ständchen „Leise flehen meine Lieder“ aus dem „Schwanengesang“ von Franz Schubert (1797-1828). Auch mit dem „Brautlied“ von Albert Lortzing aus „Zar und Zimmermann“, dem berühmten „O mio babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini, mit der anspruchsvollen Arie „Die letzte Rose“ aus der Oper „Martha“ von Friedrich von Flotow (1812-1883) – viel später auch bekannt als irisches Volkslied „The Last Rose of Summer“ – oder dem „Vilja Lied“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar konnte die 24-Jährige mit ihrer reifer gewordenen Stimme und großen Bandbreite die Zuhörer verzaubern und überzeugen.

Verschmitzt und überraschend sang Melanie die Volksweise „Laura i filon“ auf Polnisch für ihre polnischen Fans. Grandios war ihr Auftritt mit dem „Schwipslied“ aus der komischen Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss. Römer zeigte ihr schauspielerisches Talent und lachte gekonnt singend mit ansteckender Komik in einem „leicht berauschten“ Zustand. Auch das rote Abendkleid funkelte dabei. Alles passte an diesem Abend, und das begeisterte Publikum war erst nach drei frenetisch erklatschten Zugaben bereit, nach Hause zu gehen.

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