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Wedel kämpft mit Wohnraummangel : Heinestraße: Nein zum B-Plan spart kein Geld

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadt drängt auf den Unterkunftsbau. Prioritätenliste muss abgearbeitet werden.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2016 | 10:00 Uhr

Wedel | Die Stadt hat die Ablehnungen des B-Plans für den Unterkunftsbau auf dem Parkplatz Heinestraße analysiert. Ergebnis: Spareffekte, wie sie die SPD unter anderem als Begründung für ihr überraschendes Nein angeführt hatte, gibt es nicht. Und die Verwaltung macht deutlich: Die zeitweise Entspannung in Sachen Flüchtlingsunterbringung macht den vom Rat mit dritter Priorität beschlossenen Bau der Unterkunft nicht verzichtbar. Vielmehr müsse die Prioritätenliste – auf der vor Heinestraße die Ecke Feldstraße / Breitscheid-Straße und der Steinberg stehen – „unter immer größerem Zeitdruck abgearbeitet werden“. So steht es in einer Mitteilungsvorlage für den Rat, der heute ab 19 Uhr tagt.

Der Grund für das Ausbleiben des Spareffekts klang bereits in der Planungsausschussitzung an, in der neben den Sozialdemokraten auch die CDU mit Nein stimmte. Laut Verwaltung ist das Verfahren der B-Plan-Änderung abgeschlossen und verursacht keine Kosten mehr. Bislang seien allerdings bereits Leistungen im Wert von gut 130.000 Euro beauftragt und erbracht worden. Ein Teil sei bereits bezahlt, der Rest müsse abgerechnet werden.

Keine Kapazitäten für Familien

SPD wie auch FDP hatten zudem die Frage nach dem aktuellen Bedarf aufgeworfen. Dazu erklärt die Stadt: Wohnunterkünfte seien komplett ausgelastet. Für Familien stünden keine städtischen Wohnungen zur Verfügung, obwohl sie dringend benötigt würden. Ferner seien auf Grund des Drucks bei der Flüchtlingsunterbringung etliche Wohnungen angemietet worden, die Wedels Wohnungsmarkt nun nicht zur Verfügung stehen.

Dazu komme das Problem der überalterten Übergangswohnheime. Fast alle Schlichtwohnungen seien abgängig. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, pro Jahr eine zu ersetzen. Dies könne vorläufig nicht auf bebauten Grundstücken passieren, weil dazu die Bewohner in einer andere Unterkunft umgesiedelt werden müssten.

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