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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 04:08 Uhr

Haushalt: Einigkeit in Haselau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Aus der Gemeindevertretung Etat 2017 mit Fehlbetrag von 49 800 Euro / Kommunalpolitiker wollen Senkung der Kreisumlage

Ohne große Beratung und einvernehmlich haben die Gemeindevertreter in Haselau während ihrer Sitzung Dienstagabend den Haushaltsplan für 2017 verabschiedet. Auch wenn dieser einen Jahresfehlbetrag von 49  800 Euro aufweist, bleiben die Steuern der Gemeinde weiterhin niedrig. Nach wie vor gelten für Grundsteuer A und B je 300 Prozent, für die Gewerbesteuer bleibt der Prozentsatz bei 340. Erträgen von rund 1,35 Millionen stehen im Ergebnisplan 2017 Aufwendungen von rund 1,4 Millionen Euro gegenüber. Im Finanzplan sind es Einzahlungen von 1,2 Millionen gegenüber Auszahlungen von 1,3 Millionen Euro.

Weil Haselaus Haushalt eine Unterdeckung aufweist, der Überschuss des Kreishaushalts aber auf sieben Millionen prognostiziert wird, verabschiedeten die Gemeindevertreter ein Schreiben an Kreispräsident, Landrat und die Fraktionen mit der Aufforderung, die Kreisumlage zu senken. „Die den Gemeinden übertragenen Leistungen sind ständig gewachsen ohne einen entsprechenden Ausgleich“, begründet Haselau und warnt: „Die jetzige positive Entwicklung des Kreishaushaltes sollte nicht dazu genutzt werden, neue Aufgaben zu entwickeln, die den kreisangehörigen Raum dann auch zukünftig weiter finanziell belasten würden.“

Eine leidenschaftliche Diskussion löste das Thema Satzungsänderung AVE (Abwasserverband Elbmarsch) aus. Weil Haselau zum Anfang des nächsten Jahres ins neue Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) wechselt, wurde eine Zustimmung auch zum Wechsel des AVEs notwendig. Harald Jürgs (FWH) wollte die Gelegenheit nutzen, die Abwasseraufgaben in die Gemeinde zurückzuholen beziehungsweise dem Abwasserzweckverband direkt zu übertragen. „Ich möchte den Amtsdirektor nicht dabei haben“, machte er die Konsequenzen aus dem ungewollten Wechsel ins Amt deutlich.

„Wir haben eine gemeinsame Anlage mit Haseldorf – und müssten uns mit einem Partner einigen, der kein Partner ist“, gab Rudolf Zilles (SPD) zu bedenken. Herrmann verwies auf den „ungeheuren Aufwand auch finanziell“. Jürgs insistierte dennoch: „Wir wollten das Gums nicht. Wir sollten so viel wie möglich zurückholen.“ Mit dem Hinweis des Bürgermeisters, bei Unzufriedenheit diesen Vertrag auch später noch verändern zu können, wurde dem Wechsel schließlich Zugestimmt.  

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