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Renovierung : Haseldorfer Kapelle ist wieder ein Schmuckstück

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Renovierung des Gotteshaus kostet 165.000 Euro, die unteranderem aus EU-Fördermitteln stammen.

Weg mit Tristesse und Energieverschwendung: Die Kapelle auf dem Haseldorfer Friedhof ist einer optischen und energetischen Verjüngungskur unterzogen worden. 165.000 Euro hat es gekostet, aus dem düster wirkenden, 110 Quadratmeter großen Gebäude ein wahres Schmuckstück mit freundlichem Ambiente zu machen. 65.000 Euro steuerte die EU über die AktivRegion bei. Für die Restsumme hat die Kirche einen Kredit aufgenommen, der in den kommenden Jahren über den Defizithaushalt durch die Gemeinde Haseldorf abgelöst wird.

Der Friedhof ist nach Worten von Pastor Helmut Nagel eine Begegnungsstätte, die Sanierung bewege viele Menschen emotional. „Die Kapelle ist ein wichtiger Raum für die Region“, betonte Nagel. Seit etwa 150 Jahren werden auf dem Friedhof, zu dem eine als Naturdenkmal eingestufte Lindenallee führt, die Beerdigungen durchgeführt. Bereits etwa 1870 wurde der alte Friedhof an der St.-Gabriel-Kirche am Schlosspark stillgelegt. Der älteste Teil der Kapelle wurde um 1890 erbaut, 1959  /  60 um den vorderen Teil, ein Besucher-WC, die Sakristei und einen Heizungsraum erweitert. „Nach 55 Jahren war eine Sanierung einfach erforderlich“, betonte Architektin Ute Bargmann.

Und die war gründlich. Der Fußboden bestand bisher aus 20 mal 20 Zentimeter großen schwarzen Asphaltplatten. Nun wurde der Boden gedämmt und mit hellen PVC-Platten in Holzoptik versehen. Wegen aufsteigender Feuchtigkeit wurden die Wände des alten Teils freigelegt und abgedichtet. Das Dach erhielt nicht nur eine Dämmung, sondern auch neue schwarze Tonpfannen.

Altarfenster von schleppender Finsternis befreit

Der Innenraum, bisher grau gestrichen, kommt nun anmutig in einer leichten Creme-Tönung daher, die bei Sonnenschein eine perfekte Basis für ein facettenreiches Lichtspiel wird. Denn das Altarfenster wurde ebenfalls von schleppender Finsternis befreit. Das farbenfrohe Bild, 1961 von Otto Frihling entworfen und von Glasbau Kuball umgesetzt, hatte eine außen angebrachte Schutzschicht aus Drahtglas, das größtenteils verrostet war. Es ist durch eine klare Variante ersetzt worden. Die 21 kleinen Fenster des Neubauteils wurden ebenfalls erneuert. Die bleiverglasten Scheiben wurden in eine Thermopenverglasung eingearbeitet.

Durch die Maßnahmen werden nach Schätzung von Bargmann etwa 50 Prozent der Heizkosten eingespart. Lob gibt es von Nagel nicht nur für die Architektin, sondern auch für Ernst Otto Rellensmann. Das langjährige Kirchengemeinderatsmitglied ist auch Baubeauftragter. Nagel: „Ohne ihn hätten wir das alles hier nicht geschafft.“

Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) ist froh über die gelungene Sanierung. Der Beschluss, die Maßnahme zu unterstützen, sei im Gemeinderat einstimmig gefallen. Schölermann: „Die Zusammenarbeit mit der Kirche ist bei uns eine kleine Erfolgsgeschichte.“

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erstellt am 25.Sep.2015 | 16:00 Uhr

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