Nachbarschaft-Duell : Haseldorf verteidigt die Glocke

Der Kampf und der Giganten ist entschieden. Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (Mitte, l.) darf weiter mit der großen Glocke bimmeln, sein Haselauer Amtskollege Rolf Herrmann muss sich mit der kleineren begnügen.
1 von 2
Der Kampf und der Giganten ist entschieden. Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (Mitte, l.) darf weiter mit der großen Glocke bimmeln, sein Haselauer Amtskollege Rolf Herrmann muss sich mit der kleineren begnügen.

Nachbarschaft-Duell beim Kampf der Giganten als Höhepunkt eines vergnüglichen Dorfabends. Zahlreiche späte Gäste.

shz.de von
13. Juli 2015, 16:00 Uhr

Haselau | Die große Glocke bleibt in Haseldorf. Die Haselauer müssen sich ein weiteres Jahr mit dem Glöckchen begnügen. So endete der 41. Kampf der Giganten, Höhepunkt des Dorfabends der beiden Gemeinden auf dem idyllischen Freizeitgelände Deekenhörn im Haselauer Ortsteil Hohenhorst.

Schon am Vormittag waren freiwillige Helferinnen und Helfer aus etwa 30 Vereinen und Verbänden im Einsatz, um das ebenso populäre wie traditionsreiche Fest vorzubereiten. Los ging es dann ab 15 Uhr mit dem Kindernachmittag. Den eigentlichen Dorfabend eröffnete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Haselau mit flotten Klängen. Danach griff Nis Kruse zum Mikrofon und erläuterte die Spielregeln des Kampfes.

Der ehemalige Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft achtete darauf, dass die beiden Mannschaften, Bürgermeister und Gemeindevertreter, sich die vorgeschriebenen gehörnten Phantasiehelme auf die Köpfe setzten. Somit auch äußerlich als Giganten erkennbar packten die Wettkämpfer ihre Aufgaben an: Sie mussten mit gut gezielten Ballwürfen Dosenpyramiden zu Fall bringen, danach mit kräftigen Hammerschlägen Nägel bis zum Anschlag in einen Balken einschlagen. Das Zielen klappte bei allen ganz gut, nur mit dem Treffen haperte es oft – zum großen Vergnügen der Zuschauer.

Dann sollten die Herren Giganten mit dem Mund Äpfel aus einem Wasserbecken herausfischen. Eine wahre Herkules-Herausforderung vor allem für Wohlbeleibtere und kürzer Geratene unter den Recken, wenn sie sich über den Beckenrand bücken wollten. Beim nächsten bejohlten Spaß durften sie nicht kitzelig sein: Jede Mannschaft bekam eine Leine, die sie sich durch Hemden und T-Shirts ziehen sollte, bis sie im wahrsten Sinne des Wortes eng miteinander verbunden war.

Die Haselauer machten nur in einer Disziplin das Rennen, alle anderen Punkte gingen an Haseldorf. Nach diesem überzeugenden Sieg von Bürgermeister Uwe Schölermann und seinen Giganten erwiesen sich die unterlegenen Haselauer mit Gemeindechef Rolf Herrmann an der Spitze als ritterliche Verlierer. So konnte der entspannte Teil des Abends beginnen, eingeleitet mit einer bravourösen Schau der jungen Turnerinnen des TV Haseldorf. Je später der Abend, umso zahlreicher die Gäste. Die Jugend stürmte in größeren Gruppen erst auf den Platz, als es dunkel wurde und der DJ schon längst zum Tanz aufgefordert hatte.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen