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Benefiz-Turnier : Haselau: 5000 Euro für Stiftung Musikleben

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nachwuchskünstler überzeugen beim Event Golf und Kultur. Beifallsstürme für Starviolinistin Ioana Christina Goicea.

shz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Haselau | Am Ende des zehnten Benefiz-Turniers Golf und Kultur zugunsten der Deutschen Stiftung Musikleben (DSM) wurden am vergangenen Sonntag im Golfclub Gut Haseldorf (GCGH) in Haselau alle Überredungskünste aufgebracht, um die Organisatorin Ute Luttkau zum Weitermachen zu bewegen. So führte der Brutto-Gesamtsieger Hartmut Nies an, dass es zwar das zehnte Turnier sei, aber erst neun Jahre seit der ersten Veranstaltung mit der einzigartigen Verbindung von Golfturnier, Galadiner und Musikgenuss während der Pausen vergangen seien. Es fehle also auf jeden Fall mindestens noch eine weitere Veranstaltung in diesem großartigen Rahmen, so der passionierte Golfer weiter. Überhaupt kam Nies gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus, er sei schon sehr viel herumgekommen, aber dieses Benefizturnier mit Golf, Preisen und den umwerfenden Künstlern sei einfach einmalig.

Einmalig waren tatsächlich die fünf jungen Ausnahme-Musiker der DSM, die mit ihrer Kunst das Publikum in dem windgeschüttelten Festzelt mit einer ganz besonderen Atmosphäre verzauberten, Beifallsstürme auslösten und für ihre Disziplin bewundert wurden. Auch lange Pausen zwischen ihren einzelnen Auftritten hinderten sie nicht daran, professionell aufzutreten und mit aller Hingabe Musik auf ganz hohem Niveau zu spielen. Gleich der Auftakt mit der 1992 in Bukarest geborenen Starviolinistin Ioana Christina Goicea und dem erfahrenen, vielfach ausgezeichnetem Valentino Worlitzsch, 1989 in Hannover geboren, am Violoncello mit dem Passacaglia von Georg Friedrich Händel war meisterhaft.

Ganz wunderbar folgte der rasante Tango von Grigori Kalinkovich (1917-1992) mit den in Pinneberg geborenen Geschwistern Anton-Johann, Jahrgang 2002, am Saxophon und seiner drei Jahre älteren Schwester Nora-Lisann am Flügel. Umwerfend ihre Technik, verbunden mit der eigenen Interpretation und ganz viel Emotionalität.

Die fünfte Musikerin im Bunde war die mit vielen Sonderpreisen ausgezeichnete Pianistin Magdalena Müllerperth, 1992 in Pforzheim geboren, die in atemberaubendem Tempo, mit brillanter Technik und wunderbarer Umsetzung die Etüde La Campanella von Franz Liszt (1811-1886) auf dem Flügel zelebrierte. Viel Applaus und Beifallrufe folgten auch nach dem Pezzo capriccioso op.62 von Peter Tschaikowsky mit Worlitzsch und Müllerperth.

Mit dem Pequeña Czarda von Pedro Iturralde (1929) zeigte Anton-Johann Gross in Begleitung seiner Schwester Nora-Lisann am Flügel noch einmal sein erstaunlich breites Spektrum auf dem Saxophon. Mit einem sensationellen Feuerwerk der Rhapsodie de concert Tzigane von Maurice Ravel mit der traumhaften Goicea an der Violine und Müllerperth am Klavier endete das Konzert. Saskia Egger von der Deutschen Stiftung Musikleben (DSM) nahm begeistert die Spende in Höhe von 5000 Euro entgegen und dankte Luttkau herzlich.

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