„Grobe Unsportlichkeit“ : Hallenkrise: SC Rist schießt gegen Wedels Politik

In einer Pressemitteilung moniert der Vorstand des Wedeler Basketball-Vereins, dass mögliche Erweiterungsflächen für die benachbarte Sporthalle mit Wohnungsbau durch den Ratsbeschluss ein für alle Mal versperrt würden.

In einer Pressemitteilung moniert der Vorstand des Wedeler Basketball-Vereins, dass mögliche Erweiterungsflächen für die benachbarte Sporthalle mit Wohnungsbau durch den Ratsbeschluss ein für alle Mal versperrt würden.

Basketball-Verein kritisiert verbaute Expansionschance am Steinberg.

shz.de von
17. Januar 2018, 16:00 Uhr

Wedel | Mit deutlichen Worten kritisiert der SC Rist die Entscheidung für den Unterkunftsbau auf dem Grundstück Steinberg 8. In einer Pressemitteilung moniert der Vorstand des Wedeler Basketball-Vereins, dass mögliche Erweiterungsflächen für die benachbarte Sporthalle mit Wohnungsbau durch den Ratsbeschluss ein für alle Mal versperrt würden. Als „grobe Unsportlichkeit“ bezeichnet der Vorstand den Umstand, „dass mit Ausnahme der FDP-Fraktion und der Verwaltung, vertreten durch den Bürgermeister, keine weitere Fraktion im Rathaus es für nötig erachtet hat, mit uns über das Thema zu sprechen.

Hintergrund: Der SC Rist hatte sich im September vergangenen Jahres in einem offenen Brief an die Politik gewandt und massive Probleme vor allem im Jugendbereich durch Einschränkungen im Trainingsbetrieb infolge mangelnder Hallenkapazitäten beklagt. Zudem befürchte man, dass sich die Situation angesichts der Planung für Wohnungsbaugebiet Wedel Nord weiter verschärft. Die Basketballer forderten die Stadt daher auf, über den Bau einer Sporthalle nachzudenken und eine Erweiterung der Steinberghalle um drei Spielfelder mit entsprechenden Synergieeffekten in Erwägung zu ziehen. Ausdrücklich signalisierte der Verein seinerzeit Bereitschaft für weitergehende Gespräche und Lösungsdiskussionen und erklärte: „Ein ‚Weiter So‘ seitens der Kommunalpolitik darf es aus unserer Sicht nicht geben.“

Jetzt schreibt der Vorstand: „Selbstverständlich erkennen auch wir die Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu fördern. Aber in dieser Sache eine Problematik gegen die andere auszuspielen, sehen wir als schweres Foul an.“ Offensichtlich würden viele Politiker Jugendsport nur als Hobby betrachten und damit vollständig den hohen pädagogischen, integrativen und gesellschaftlichen Wert, den gerade Teamsport für Kinder und Jugendliche habe, verkennen.

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