Hetlingen : Halbzeit bei den Bohrungen für den Elbedüker

Das Bohr-Team ist froh, dass Vortriebsmaschine „Helene“ ohne Komplikationen arbeitet.
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Das Bohr-Team ist froh, dass Vortriebsmaschine „Helene“ ohne Komplikationen arbeitet.

Nach aktuellenPlanungen sollen die Arbeiten zu Weihnachten beendet sein.

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12. November 2014, 12:00 Uhr

Hetlingen | Die hurtige „Helene“ bohrt und bohrt: Nun konnte das Team um Oberbauleiter Daniel Bley Bergfest beim Tunnelvortrieb für den Elbedüker bei Hetlingen feiern. „Helene hat insgesamt 759,50 Meter gebohrt und damit die Hälfte der Strecke unter der Elbe erfolgreich hinter sich gebracht“, sagte Gasunie-Deutschland-Sprecher Philipp von Bergmann-Korn.

Der Monster-Bohrer, der wegen der anstehenden Ausbaggerung der Fahrrinne einen deutlich tiefer liegenden Gasleitungs-Ersatztunnel ermöglichen soll, ist im Zweischichtbetrieb im 24-Stunden-Einsatz. Bley: „Wir kommen gut voran.“ Er hofft, dass der Tunnelvortrieb bis Weihnachten beendet ist.

Laut Planung soll „Helene“ am 15. Dezember auf der Elbinsel Lühesand wieder das Tageslicht erblicken, so Bergmann-Korn. Allerdings seien die Bodenverhältnisse fast zwölf Meter unter der Elbe geologisch sehr anspruchsvoll. „Derzeit bohrt sie locker durch Sand, aber beim Aufstieg können wir auf Schwierigkeiten stoßen“, so der Gasunie-Sprecher. Das ist wörtlich zu nehmen: In den ersten Wochen sind die Experten auf einen Findling gestoßen. „An dem hat sich Helene ganz schön die Zähne ausgebissen“, berichtet Bley.

Auf Lühesand, das zu Niedersachsen gehört, entsteht in den nächsten Wochen ein sechs Meter tiefer Zielschacht. Wenn „Helene“ dort angekommen ist, wird sie mit dem Kran herausgehoben, in Einzelteile zerlegt und per Schiff nach Brunsbüttel transportiert. Von dort aus wird sie dann per Schwerlasttransporter zu ihrem Heimatstandort in Baden-Württemberg zurückzukehren.

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