zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

24. August 2017 | 11:09 Uhr

Hafenumbau wird noch mal teurer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Investitionssumme steigt erneut um rund 1,4 Millionen Euro / Knackpunkte sind Sondierung, der Kopfplatz und die alte Mole

Die Bauarbeiten im Schulauer Hafen gehen sichtbar voran: Das war die gute Nachricht, die Wedels Bauamtschef Klaus Lieberknecht Dienstagabend im Planungsausschuss verkündete. Die schlechte: Wedel muss erneut eine Kostensteigerung bei seinem Großprojekt verkraften. Rund 1,4 Millionen Euro müssen nach aktueller Kalkulation draufgeschlagen werden. Macht ein neues Gesamtkostenvolumen von 18 Millionen Euro allein für den Beckenumbau selbst.

Ein dicker Brocken ist laut Lieberknecht die Kampfmittelsondierung. Auf Grund von Schwierigkeiten im hinteren Beckenteil sei es zu zeitlichen Verzögerungen gekommen. Ganz ähnlich sah es im vergangenen Sommer aus. Da war die Kampfmittelsondierung der Grund für wochenlangen Stillstand auf der Hafen-Baustelle. Alles in allem macht dieser Posten rund eine halbe Million Euro der Mehrkosten aus, so Lieberknecht.

Im Westen ist auch das zweite kostenintensive Problem zu verorten – respektive war zu verorten. Unter der Molenabdeckung stießen die Bagger auf haufenweise Bauschutt. Der musste außerplanmäßig abgetragen und entsorgt werden.

Aktuell musste darüber hinaus der Auftrag für eine zusätzliche Rammsondierung erteilt werden, um Bau und Verstärkung der Pierplatte für den neuen Hafenkopfplatz im rückwärtigen Bereich vorzubereiten. Auch das kostet.

Resultat: Bereits zum zweiten Mal gibt es eine Kostensteigerung im Millionenbereich beim Beckenumbau. Zuvor hatte schon die im Nachgang festgestellte Kontamination des Westufer-Bodens die Investitionssumme um zwei Millionen Euro in die Höhe getrieben.


Zweidrittel-Förderung auch für die Mehrkosten


Nun also 18 statt der zuletzt kalkulierten 16,6 Millionen Euro. „Das ist nicht erfreulich“, so Lieberknechts Kommentar. Umgerechnet bedeute dies jedoch eine Steigerung von rund acht Prozent, was wiederum bei Bauprojekten dieser Größenordnung durchaus im üblichen Rahmen liege. Zudem konnte der Bauamtschef berichten, dass Wedel nur auf einem Teil der Mehrkosten sitzen bleiben wird. Gesprächen mit der Städtebauförderungsstelle in Kiel hätten ergeben, dass analog zur Gesamtmaßnahme zwei Drittel der Mehrkosten aus Fördertöpfen kommen. Bedeutet: Wedel muss rund 500 000 Euro von den 1,4 Millionen Euro selbst tragen.

Der positive Nachrichtenteil: Im Westen ist bereits in großen Teil die neue Hafenkante zu sehen. Die Verkleidung der Spundwand am östlichen Beckenrand wird gerade vorbereitet. Außerdem läuft die Ausschreibung für den künftigen eigentlichen Hafenbetrieb. Und in Kürze wird laut Lieberknecht auch der Auftrag für ein Hotelgutachten vergeben.

Wie berichtet will Wedel drei mögliche Standorte, die in jüngerer Zeit ernsthaft im Gespräch waren, untersuchen lassen: Schulauer Straße neben der Badebucht, im BusinessPark und auf dem neuen Hafenkopfplatz. Vom Ergebnis sei dann wiederum abhängig, wie die Ausschreibung für den Verkauf des neuen maritimen Bonbon-Baugrundstücks im Schulauer Hafen aussehen kann, so Wedels Bauamtsleiter.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen