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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:47 Uhr

Wedel : Hafenbetrieb doch nicht vor 2017

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Traditionsschiffe-Anleger und Schlengel-Anlagen kommen laut Stadt wohl erst zur nächsten Saison. Becken soll trotzdem belebt werden.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | In der kommenden Woche schwimmt erstmals der Injektionsbagger durch Wedels neuen Hafen, um ihn vom Schlick zu befreien. Ein Vorzeichen für den kommende Sportboote-Betrieb, könnte man meinen. Und für die Installation des Anlegers für Traditionsschiffe wie den Ewer „Gloria“, der Wedel bereits ab Mai anlaufen und im Juli im Schulauer Hafen für mehrere Tage festmachen möchte. Auf Nachfrage heißt es aus der Verwaltung indes: Weder Hafenbetrieb noch der Bau des neuen Anlegers sind für diese Saison noch wahrscheinlich.

Wie berichtet haben zwei Unternehmer Interesse an der Übernahme des Hafenbetriebs angemeldet. Handelseinig sind sich Stadt und die potenziellen Betreiber jedoch noch nicht. Neben der Frage der konkreten Gestaltung und Installation der Schlengel-Anlagen steht nach Tageblatt-Informationen weiter die Frage im Raum, wer letztlich die Kosten dafür übernimmt. Im Ursprungskonzept hatte die Stadt den Betreiber in die Pflicht nehmen wollen. Die Ausschreibung hatte allerdings keine Angebote erbracht.

Was den Anleger für Traditionsschiffe angeht: Der befindet sich ebenfalls noch im Planungsstadium. Neben der Einigung auf einen Entwurf fehlt auch noch die Kostenberechnung. Wobei die Stadt laut Bauamtschef Klaus Lieberknecht auf Zuschüsse von der Aktivregion und dem Förderfonds Metropolregion hoffen kann. 200.000 Euro veranschlagt die Verwaltung für den Bau dieses Pontons im Hafen.

Baggerarbeiten vom 11. bis 13. April

Die „Gloria“ aus Elmshorn wird Wedel indes auch ohne anlaufen können. Laut Lieberknecht kann das Schiff an der Ostmole auf Höhe der ehemaligen Anlegestelle der Lühe-Schulau-Fähre festmachen. Um Passagiere aufzunehmen, muss der Ewer allerdings das Willkomm Höft nutzen. Lieberknecht versichert indes: Die Stadt wird trotz der Verzögerungen für eine Belebung der Wasserfläche sorgen.

Und die Baggerarbeiten? Die sollen den Hafen auf Tiefe bringen – auch für den Traditionsschiffs-Betrieb. Die Vertiefung ist zum einen den Bauarbeiten am Hafenbecken geschuldet, durch die Sedimente ins Wasser gelangt sind. Zum anderen habe die Verschlickung wie im gesamten Unterelbebereich ein „nicht vorhersehbares Ausmaß angenommen“, heißt es seitens der Stadt. Insgesamt sollen 25  000 Kubikmeter per Injektionsverfahren beseitigt werden. Sedimente, die sich seit den jüngsten Arbeiten dieser Art im Januar 2014 und damit vor Fertigstellung der neuen Quermole abgelagert hätten. Wie berichtet soll diese nach Berechnung der Wasserbauer den Schlickeintrag minimieren.

Die Baggerarbeiten sind für Montag bis Mittwoch, 11. bis 13. April, geplant – gegebenenfalls auch in den Abend- und Nachtstunden, da sie gezeitenabhängig sind: Die Sedimente dürfen nach Auflagen des Wasser- und Schifffahrtsamts lediglich bei Ebbstrom aus dem Hafen gespült werden, erklärt Stadtsprecherin Stefanie Bossen. Kosten: 50  000 Euro.

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