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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 14:26 Uhr

Wedel : Hängepartie um das Gaskraftwerk

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Rot-grüner Koalitionsvertrag in Hamburg lässt Entscheidung offen.

Wedel | Der am Mittwoch vorgelegte rot-grüne Koalitionsvertrag in Hamburg berührt an etlichen Stellen auch die Interessen der Nachbarländer. So wollen SPD und Grüne mehr Baggergut aus dem Hafen vor den Küsten Schleswig-Holsteins und Niedersachsens verklappen.

Offen bleibt dagegen der Bau eines Fernwärme-Kraftwerks in Wedel. SPD und Vattenfall wollten am Standort des Kohlekraftwerks für eine halbe Milliarde Euro einen Erdgas-Meiler bauen, die Grünen liebäugeln mit dezentralen Blockheizkraftwerken. Der neue Senat werde den „Umstieg auf klimaschonende Energien bei der Wärmeversorgung vorantreiben“, heißt es im Regierungsprogramm dazu. Eine Ertüchtigung des Kohlemeilers in Wedel wird ausgeschlossen. Ob dort ein Gaskraftwerk entsteht, werde nach einer Alternativenprüfung noch 2015 entschieden, sagte der designierte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Die Lösung müsse „wirtschaftlich und ökologisch gleichermaßen verträglich“ sein.

Beim Thema ÖPNV bekräftigt Rot-Grün den Neu- und Ausbau der S-Bahnlinien 4 (Hamburg-Bad Oldesloe) und 21 (Hamburg-Kaltenkirchen). Der HVV soll seinen Fahrkartenverkauf in der Metropolregion bis 2020 auf E-Ticketing umstellen. Das Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein will Hamburg neu verhandeln, einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan setzten die Grünen aber nicht durch.

Um den Fluglärm des Airports Fuhlsbüttel einzudämmen, setzt die Koalition auf 16 Maßnahmen, darunter leisere Flugzeuge und geänderte Flugrouten; eine Verschärfung des Nachtflugverbots gibt es nicht. Und: Rot-Grün will einen gemeinsamen Parlamentsausschuss mit dem  Landtag in Kiel einrichten

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erstellt am 09.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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