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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 18:24 Uhr

Haseldorf : „Gut behütet Kunst genießen“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Im Elbmarschenhaus gibt es bis zum 4. Oktober eine neue Ausstellung zu sehen: Kopfbedeckungen, Schnappschüsse und Holzarbeiten

„Ich bin immer wieder begeistert über die Kreativität der Menschen in unserer Region“, sagte Edelgard Heim, die Leiterin des Elbmarschenhauses, bei der Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Gut behütet Kunst genießen.“ Neben Nina Lupp aus Hetlingen stellen Margret Buttgereit und Malte Göpel aus dem Team des Elbmarschenhauses ihre Arbeiten bis zum 4. Oktober aus.

„Wir haben hier ab sofort einen Wellnesstempel im Elbmarschenhaus. Auch im Außenbereich können Sie entspannen und schön von den Obstbäumen naschen“, sagte Heim. Wie der Name schon sagte, geht es in der Ausstellung um Hüte. Nach einer Chemotherapie entwarf Lupp wärmende und zugleich modische Kopfbekleidungen, um sich selbst etwas Gutes zu tun. „Ich habe nichts Passendes gefunden und dann selbst etwas entwickelt“, so Lupp. Sie produzierte aber nicht nur für sich, sondern auch für Mitpatientinnen. Daraus entstand ein eigenes Unternehmen. „Im Januar ist es zehn Jahre her“, sagte die Hetlingerin. Jede Kopfbedeckung sei eine Maßanfertigung.

Buttgereit steuert Naturfotos aus der Marsch und dem Kreis Pinneberg bei. „Es ist schön, dass ich Fotos im Elbmarschenhaus ausstellen kann und darf“, dankte sie ihrer Chefin für die Möglichkeit der ersten eigenen Ausstellung. Die Landschafts- und Tieraufnahmen seien zumeist Schnappschüsse. „Ich habe ein Stück Natur als Balsam für die Seele festgehalten“, so Buttgereit. Doch manchmal müsse sie zu ihrem Foto-Glück gezwungen werden: „Unser Hund sorgt dafür, dass ich rausgehe und in der Natur bin.“ Die Kamera sei dann immer für den nächsten Schnappschuss griffbereit dabei.

Göpel, Ranger des Elbmarschenhauses, stolperte wortwörtlich bei der Arbeit über die Rohstoffe für seine Arbeiten. „Kurz vor Weihnachten packte mich das Chaos. Ich hatte ganz viel Holz, das zu schade zum Verheizen war“, so Göpel über die Rohstoffe. Also bearbeitete er es mit Kettensäge, Meißel und Schmirgelpapier. „Ich habe meine Familie mit Kerzenständern terrorisiert, bis sie keiner mehr haben wollte“, scherzte der Ranger.


Arbeit mit Holz soll ein Hobby bleiben


Mittlerweile fertigte Göpel Regale, einen CD-Ständer mit der von Metal-Fans bekannten „Pommesgabel“ aus einem Baumstumpf. „Ich musste für die Ausstellung die meisten Stücke wieder einsammeln, weil ich sie verschenkt habe“, gestand der Haseldorfer Naturschützer, für den die Kunst aber reines Hobby bleiben soll.

Zu sehen sind die Exponate bis Sonntag, 4. Oktober, jeweils mittwochs bis sonntags während der Öffnungszeiten des Elbmarschenhauses von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. >

www.elbmarschenhaus.de



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