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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 15:45 Uhr

Grünes Licht für neues Baseballfeld

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Abstimmung TSV Holm hat sich mehrheitlich für den Bau eines bundesligatauglichen Baseball-Stadions ausgesprochen

Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat entschieden: Der Vorstand darf einen Kredit in Höhe von 156  000 Euro aufnehmen, um den Bau einer bundesligatauglichen Baseball-Anlage zu finanzieren. 94 der
112 stimmberechtigten TSVler votierten in geheimer Abstimmung für den Antrag des Vorstands auf Genehmigung des entsprechenden Rechtsgeschäfts.

Das Sportlerheim neben dem Waldstadion platzte aus allen Nähten, als der Vorsitzende Jon Lüers sich dem ersten Einwand ausgesetzt sah. Gerd Butzlaff kritisierte die Veröffentlichung der Einladung. Sie sei erst am 15. Juli ins Internet gestellt worden.

Dann ging’s aber rasch zur Sache mit einer Powerpoint-Präsentation von André Schriever, dem Abteilungsleiter Baseball. Er schilderte den geplanten Umbau des vorhandenen Kombinationsplatzes: „Entstehen wird die erste Anlage in ganz Schleswig-Holstein, die den Lizenzkriterien für Bundesligaspiele entspricht.“ Dies sei notwendig, weil die 1. Herren im Jahre 2016 erstmals in die Zweite Bundesliga aufgestiegen sind und für ihre Heimspiele einen Platz in Elmshorn anmieten müssen.

Die 117 Mitglieder starke Baseballsparte sei der größte Verein des nördlichsten Bundeslandes und würde künftig gern vor heimischem Publikum spielen, zumal elf von
15 Spielern der ersten Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Geplant sei, das vorhandene und von den Fußballern mitgenutzte Spielfeld auf eine Fläche von 15  000 Quadratmeter zu erweitern. Für das Projekt müsste der Wall zwischen Waldstadion und Baseballfeld abgetragen werden.

Den Planungsaufwand von der Machbarkeitsstudie von 2014 bis heute machte die stellvertretende Abteilungsleiterin Anette Wille deutlich. Nachdem die Gemeinde frühzeitig ihre Unterstützung zugesagt habe, forderte das Forstamt eine Ausgleichsfläche. „Und die untere Naturschutzbehörde sah Probleme wegen einer Wanderdüne, die man nicht sieht, die aber vorhanden ist“, erläuterte Wille. Als alle Hürden genommen waren, konnte die Kostenschätzung einer Fachfirma eingeholt werden, die sich auf 371  000 Euro belief.

Vereinschef Lüers sprach von einer guten Finanzlage des Vereins und konstant 1300 Mitgliedern: „Es geht heute darum, eine vertretbare Entscheidung zu treffen.“
Bei der Kreditaufnahme kämen dem Verein die günstigen Zinsbedingungen entgegen. Der Vorstand tendiere zu einer Laufzeit von maximal 25 Jahren und einer Zinsbindung von 20 Jahren.

Er wurde durch Stimmenmehrheit zum Abschluss einer Darlehensaufnahme ermächtigt. Die Baseballer hoffen jetzt auf schnelle Zusagen vom Kreis Pinneberg
(72  100 Euro) und vom Landessportverband (60  000 Euro), so dass Mitte 2018 von einer Fertigstellung des Projekts ausgegangen werden kann. Die Darlehenszusage der Gemeinde über
72  100 Euro liegt bereits vor. Den nicht förderungsfähigen Anteil von 11  000 Euro trägt der TSV aus Barmitteln.


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