Grünes Licht für IT-Verband

Amtsvorsteher Hans-Peter Lütje (rechts, CDU) gratulierte Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) zum 25-jährigen Dienstjubiläum.
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Amtsvorsteher Hans-Peter Lütje (rechts, CDU) gratulierte Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) zum 25-jährigen Dienstjubiläum.

Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) lässt sich künftig von Kommunit betreuen / Besserer EDV-Schutz und Einsparung erwartet

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09. Mai 2019, 16:00 Uhr

Moorrege/Groß Nordende | Nun ist es beschlossen: Das Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) wird sich mit seiner elektronischen Datenverarbeitung dem IT-Zweckverband Kommunit anschließen. Nur der Moorreger Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) und der dort ebenfalls ansässige CDU-Gemeindevertreter Georg Plettenberg zückten bei der Abstimmung im Groß Nordender Dorfgemeinschaftshaus die roten Nein-Karten. Alle anderen Mitglieder aus dem Amtsbereich hielten die grünen Zustimmungsnachweise nach oben.

Vorausgegangen war der Abstimmung eine Rede von Landrat Oliver Stolz (parteilos), der sich und die Bemühungen des Kreises vorstellte, in nahezu allen Bereichen in ruhigeres und sicheres Fahrwasser zugunsten der Kommunen zu gelangen. Dabei machte Stolz den Amtsausschussmitgliedern dezidiert den Mund zu einem Beitritt zum Zweckverband Kommunit wässrig. Das werde die Verwaltungsmodernisierung vorantreiben, die Sicherheit erhöhen, den Fachkräftemangel entlasten und Kosten einsparen. Außerdem sei jetzt abzusehen, dass es allerhöchste Zeit sei, „auf den fahrenden Zug aufzuspringen“. Es gebe schließlich kaum noch andere Möglichkeiten, die IT-Probleme der Kommunen in den Griff zu bekommen. Der Zweckverband sei einfach schneller und professioneller als ein einzelnes Amt. Außerdem werden die Kommunen Mitinhaber des Zweckverbands, sie haben dann ein Mitbestimmungsrecht, so Stolz.

Amtsdirektor Rainer Jürgensen kündigte einen zeitnahen Vertragsabschluss an. Dann könne auch die EDV für den Umzug ins neue Amtshaus, das in der Gemeinde Heist von der Raiffeisenbank Elbmarsch gebaut und dann gemietet werden soll, vorbereitet werden.

Im Kostenvergleich nannte Jürgensen eine Verbandsumlage für 2020 für den Zweckverband Kommunit in Höhe von 373 499 Euro, ohne den Zweckverband einen Bedarf von Sach- und Personalkosten in Höhe von 399 800 Euro. Dieser Betrag unterliege allerdings Schwankungen, je nachdem welche und wieviele Geräte neu angeschafft werden müssten – eine Überlegung, die bei Kommunit keine Rolle spielt.


Kritische Worte an Landrat Stolz (CDU)

Landrat Stolz musste sich allerdings auch Kritik anhören. Michael Rahn-Wolff (FW), Bürgermeister in Hetlingen, meinte, dass der Kreis nicht das Ziel erreicht habe, die Ausgaben für die Gemeinden zu senken, sondern sie sogar gesteigert habe. Ute Lohse-Roth (SPD) aus Heidgraben monierte, dass die Zuschüsse für den örtlichen Kindergarten immer noch für die Jahre 2017 und 2018 ausstehen. Der Landrat begründete das damit, dass die Träger die Abrechnungen spät einreichten. Auch Holms Gemeindevertreter Dietmar Voswinkel (SPD) berichtete, dass seine Gemeinde drei Jahre lang für die Finanzierung der Kitas in Vorlage treten müsse, das würde die Gemeinde hart treffen. Positiv entschieden hat der Amtsausschuss den Antrag von Michael Adam (FWM) aus Moorrege, die Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer von 35 Euro auf 50 Euro zu erhöhen.

Verabschieden mussten sich die Amtsausschussmitglieder von Monika Riekhof (CDU). Die ehemalige Bürgermeisterin aus Hetlingen hatte alle politischen Ämter niedergelegt (wir berichteten). Amtsvorsteher Hans-Peter Lütje (CDU) aus Appen dankte ihr für die geleistete Arbeit und überreichte ihr ein Erinnerungsgeschenk. Einen Blumenstrauß und eine Ehrung wurde Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg zuteil. Er lenkt seit 25 Jahren die Geschicke seiner Gemeinde.

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